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Markkleeberg 40 Jahre Freundschaft
Region Markkleeberg 40 Jahre Freundschaft
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18:37 25.09.2011
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Markkleeberg

Und die Städtepartnerschaft mit dem nahe Lyon gelegenen Pierre-Bénite ist nicht nur kurzfristig entstanden, sie hat auch über 40 Jahre gehalten. In der vergangenen Woche feierten Markkleeberger gemeinsam mit einer Abordnung aus Pierre-Benite die grenzübergreifende Freundschaft.

Das gegenseitige Kennenlernen stand im Vordergrund und beim kulinarischen Abend am Freitag funktionierte das auch über die kulinarischen Genüsse. Denn die französische Delegation hatte eigens einen Koch mitgebracht. Am Samstagabend dann lud Oberbürgermeister Bernd Klose (SPD) zu einem Empfang ins Rathaus.

„Vor 40 Jahren wusste keiner, wie lange die Partnerschaft halten würde“, beschrieb Klose die damaligen Unsicherheiten. Es war über 20 Jahre eine eingeschränkte Freundschaft. „Die französischen Gäste konnten uns in Markkleeberg besuchen, aber umgekehrt war das schon schwieriger“, erinnerte Klose.

Auch Pierre-Bénites Bürgermeisterin Mireille Domenech-Diana erinnerte an die Anfänge vor 40 Jahren und wie es überhaupt zu dieser ungewöhnlichen Partnerschaft kommen konnte. Sie hatte dies persönlich erlebt, da sie sich schon damals für Kooperationen eingesetzt hatte. So habe es damals einen Verein für die Freundschaft zwischen Frankreich und der DDR gegeben, dessen Ziele es war, das damals den Franzosen fremde Land kennenzulernen. „Eine ganze Delegation französischer Bürgermeister aus der Region Lyon besuchte Leipzig und die benachbarten Kommunen. So kam die Partnerschaft mit Markkleeberg zustande“, erzählte die Bürgermeisterin. „Für uns stand das Kennenlernen im Mittelpunkt, weil wir so Kriege aufgrund von Missverständnissen und Unkenntnis übereinander verhindern wollten“, so Domenech-Diana. Das habe ja auch gut funktioniert. „Und egal welcher Partei die Bürgermeister Markkleebergs zukünftig einmal angehören werden, ich wünsche mir, dass diese Partnerschaft noch lange anhalten wird“, sagte sie.

Mittlerweile sind gegenseitige Besuche ganz normal geworden und sind fest in den Kalender eingeschrieben: Ein französischer Stand gehört zum Markkleeberger Stadtfest ebenso, wie ein deutscher Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Pierre-Bénite. Untergebracht ist die Delegation übrigens bei Markkleeberger Gastfamilien, eine Tradition, die die Stadt versucht beizubehalten.

Am Rande der Veranstaltung erinnerte sich auch Ingeborg Erbendruth, ältestes anwesendes Mitglied im Partnerschaftsskomitee an vergangenen Zeiten. Sie war 1989, noch vor der Wende nach Markkleeberg gezogen und begann direkt sich als Französischlehrerin für die Kooperation zu engagieren. „Man hatte mich vor allem als Dolmetscherin gebraucht“, erzählte sie und konnte noch lebhaft den ersten Aufenthalt in Frankreich beschreiben. „Der Empfang war so unglaublich herzlich in Pierre-Bénite. Wir wurden mit einer ganzen Schülergruppe für eine Woche auf ein Rhone-Schiff eingeladen. Das war auch ein Dankeschön dafür, dass die französischen Kinder immer im Sommer ein Zeltlager in der Möncherei aufschlagen durften. Der direkte Kontakt zwischen deutschen und französischen Schülern war zu DDR-Zeiten nicht gewünscht, aber wir sind trotzdem immer mal rübergegangen“, berichtete die Markkleebergerin.

Doch auch für einen ganz anderen Moment der Erinnerung und Besinnung nahmen sich Markkleeberger und Pierre-Béniter Zeit und gedachten in einer Schweigeminute an Jean-Marie Mick. Der langjährige Bürgermeister von Pierre-Bénite war vor wenigen Wochen plötzlich verstorben.

Kerstin Leppich

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