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800 Jahre Gautzsch: Markkleeberg feiert Ersterwähnung in acht Akten

Jubiläum 800 Jahre Gautzsch: Markkleeberg feiert Ersterwähnung in acht Akten

Mit einem Veranstaltungsreigen „in acht Akten“ feiert Markkleeberg die urkundliche Ersterwähnung des Ortsteils Gautzsch vor genau 800 Jahren. Bis Ende Dezember bieten die Stadt, die Martin-Luther-Kirchgemeinde, die MIB Investitionsgesellschaft Kees’scher Park und das Café „Brot & Kees“ unter dem Motto „Gautzsch 8 x 100“ insgesamt 16 Events.

Sie halten die Kopie der Original-Urkunde vom 7. März 1216 und das Veranstaltungsprogramm in ihren Händen: Pfarrer Arndt Haubold, Knut Maurivé, Thomas Recknagel, OBM Karsten Schütze und Falk Hartig (von links) .
 

Quelle: Andre Kempner

Markkleeberg.  Mit einem Veranstaltungsreigen „in acht Akten“ feiert Markkleeberg die urkundliche Ersterwähnung des Ortsteils Gautzsch vor genau 800 Jahren. Bis Ende Dezember bieten die Stadt, die Martin-Luther-Kirchgemeinde, die MIB Investitionsgesellschaft Kees’scher Park und das Café „Brot & Kees“ unter dem Motto „Gautzsch 8 x 100“ insgesamt 16 Events. Führungen, Gottesdienste, Konzerte, Feste und Vorträge – für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein.

„Ohne die Vergangenheit lässt sich die Gegenwart und die Zukunft nicht gestalten“, betonte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) gestern bei der Präsentation. Der „erste Akt“ geht am Samstag bei freiem Eintritt im Kees’schen Park über die Bühne. „Besucher können sich zwischen 18 und 22 Uhr auf eine historische Fotoschau, Postkutschfahrten sowie kurze Beiträge von Historikern und Stadtchronisten freuen“, sagte Kulturamtsleiter Falk Hartig. Musikalisch heizen die „Hot Strings“ im mit Feuerschalen illuminierten Park ein. Übrigens: Sollte Petrus einen Strich durch die Rechnung machen, steht die Martin-Luther-Kirche offen.

Komplettiert werde der „erste Akt“ am Sonntag, den 20. März, so Hartig. Stadtchronist Michael Zock lädt dann zum Frühlingsspaziergang „Von Riquet bis zum Weißen Stern ... da war doch mal was?“. Treffpunkt ist um 15 Uhr neben der einstigen Riquet-Villa auf dem Lidl-Parkplatz an der Koburger Straße. Karten inklusive Kaffee im „Weißen Stern“ kosten 7,50 Euro. Zu haben sind sie in der Touristinfo Rathausstraße 22. Wiederholt wird die Tour am 18. Juni und 8. Oktober.

Ein Höhepunkt für die Jüngsten soll Ostersamstag werden. Wie „Brot & Kees“- Chef Thomas Recknagel verriet, soll der Osterhase für die traditionelle Suche im Kees’schen Park rekordverdächtige 800 Eier geordert haben. Historisch wird es an gleicher Stelle am 5. Juni. Beim Kindertag werde wie einst mit Murmeln, Kreisel und Stelzen gespielt.

Besonderes hat auch die benachbarte Martin-Luther-Kirchgemeinde vor. Unter dem Motto „Von Schatz zu Schatz“ erinnert sie anlässlich 300 Jahre Kirchweihe bis zum eigentlichen Jubiläum im November 2017 an Baumeister David Schatz, bittet Prominente im Lutherjahr an die Thesentür, Musiker zum Komponistenwettbewerb, Handwerker zum Gottesdienst, Wandersleut auf den Pilgerweg. Konkrete Termine würden noch bekannt gegeben, so Pfarrer Arndt Haubold. Die Gemeinde gedenkt auch 200 Jahre Friedhof Gautzsch in der Rathausstraße. Friedhofskenner Alfred E. Otto Paul bietet zu Johannis am 24. Juni um 11 und 15 Uhr zwei spannende Führungen.

Die MIB, vertreten durch Knut Maurivé, und Parkeigentümer Friedhelm Gräf kündigten an, den Kees’schen Park mit Veranstaltungen wie der Oldtimerschau am 24. April und dem „Wedding Market“ am 19. Juni als grüne Oase stärker in den Fokus zu rücken. „Ich bin sehr froh, dass wir mit Herrn Gräf einen Eigentümer haben, der sich mit Herzblut für die Erhaltung und Zukunft des Kees’schen Parks einsetzt“, betonte OBM Schütze.

Von Ulrike Witt

Markkleeberg Kees#scher Park 51.28014 12.356543
Markkleeberg Kees#scher Park
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