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Markkleeberg 95,58 Prozent: Lantzsch als Bürgermeisterin wiedergewählt
Region Markkleeberg 95,58 Prozent: Lantzsch als Bürgermeisterin wiedergewählt
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00:21 10.06.2015
Gabriela Lantzsch, alte und neue Bürgermeisterin von Großpösna Quelle: André Kempner
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Die parteilose Physikerin, nominiert von der SPD, errang 95,58 Prozent der abgegebenen Stimmen und damit nur ein paar weniger als 2008, als sie 95,7 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinte.

Die anderen im Gemeinderat vertretenen Parteien wie CDU und Linke und FDP waren im Vorfeld überein gekommen, keinen Gegenkandidaten aufzustellen. Da Lantzsch somit die einzige Bewerberin war, durften die Großpösnaer wie im Gesetz vorgesehen gestern auch andere Kandidaten selber auf ihrem Stimmzettel vorschlagen. Dabei errang Heinz Schreiber immerhin die zweitmeisten Stimmen (11) nach Lantzsch, Christian Naumann und Matthias Potel kamen je auf sechs. 68 Stimmen entfielen auf Namensnennungen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 37,8 Prozent. Bei den letzten Wahlen 2008 hatte sie noch 50,54 Prozent betragen. Die mäßige Bereitschaft, zur Wahl zu gehen, hatte sich den ganzen Tag über bereits abgezeichnet. So konnte Wahlleiter Daniel Strobel bis 16 Uhr gerade mal von einer Beteiligung von 34 Prozent sprechen, "inclusive Briefwahl", sagte er.

Insgesamt waren gestern 4444 Großpösnaer zur Wahl in einem der sieben Wahllokale aufgerufen. 50 Wahlhelfer waren eingesetzt - plus vier junge Frauen, die im Rittergut Großpösna unterwegs waren, um Wähler dort zu ihrem Wahllokal zu lotsen. Es gab dort drei.

Kurzinterview mit Gabriela Lantzsch

Frage: 95,58 Prozent der Stimmen. Sind Sie zufrieden?

Lantzsch: Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich hätte mir allerdings eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht.

Frage: Sie stehen jetzt am Beginn ihrer dritten Amtszeit. Manch einer wäre da etwas amtsmüde. Was haben Sie sich für die nächsten sieben Jahre vorgenommen?

Lantzsch: Da gibt es eine Reihe von Dingen, die ich schon immer auf dem Plan habe. Ganz nach vorn gerutscht ist dabei zum Beispiel jetzt das altersgerechte Wohnen in unserer Gemeinde, damit unsere Bürger nicht in irgendein anonymes Heim in die Großstadt müssen, sondern solange wie möglich bei uns wohnen bleiben können - da zeichnet sich nun etwas ab; eine dauerhaft gute Unterbringung unserer Kinder bleibt eine große Aufgabe, die immer neue Herausforderungen bringt; und unser Straßenbauprogramm ist auch noch lange nicht zu Ende gebracht.

Frage: Wird es eine vierte Amtszeit geben?

Lantzsch: Definitiv nein. Ich habe noch so viel vor in meinem Leben. Aber ich werde versuchen, zusammen mit dem Gemeinderat beizeiten einen Nachfolger aufzubauen und ihn in mein Netzwerk einzuarbeiten.Interview: Jörg ter Vehn

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.06.2015
Jörg ter Vehn

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