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950 Tonnen Sand vom Leipziger Augustusplatz für den Markkleeberger See

950 Tonnen Sand vom Leipziger Augustusplatz für den Markkleeberger See

Das Juni-Hochwasser hat am Markkleeberger See und seinen Stränden stärker gewütet, als bislang angenommen. Als erste Maßnahme wurden am Dienstag 950 Tonnen Feinsand angeliefert.

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Anlieferung des Sandes vom Augustusplatz mit Lkw's am Auenhainer Strand am Markkleeberger See.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Der ist sozusagen strandgetestet - er stammt vom Beachvolleyballturnier am Leipziger Augustusplatz.

"Wir wollten Synergieeffekte nutzen und haben uns den Sand gleich gesichert", freute sich Claus Mann vom Seebetreiber, der Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen Wachau (EGW), über den besonders feinen "Deal". So karrten gestern Sattelzüge rund 40 Mal das Material vom Leipziger Augustusplatz an den See, lieferten die 950 Tonnen nahe der Strände ab.

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Markkleeberg. Das Juni-Hochwasser hat am Markkleeberger See und seinen Stränden stärker gewütet, als bislang angenommen. Als erste Maßnahme wurden am Dienstag 950 Tonnen Feinsand angeliefert. Der ist sozusagen strandgetestet - er stammt vom Beachvolleyballturnier am Leipziger Augustusplatz.

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Dort sollen sie in den nächsten Tagen mit einem Radlader breit gefahren und verteilt werden. "Wir werden sehen, wie viele Badegäste die Strände nutzen und danach die Arbeiten steuern", versprach Bernd Walther von der EGW. "Schließlich wollen wir niemanden vertreiben."

Der Sand sei jedoch erst ein Anfang, um die Schäden des Juni-Hochwassers zu beseitigen, betont er. Bis zu 60 Zentimeter Überstau habe der See über einen längeren Zeitraum zu verkraften gehabt (die LVZ berichtete). Dadurch seien große Mengen Material verschoben worden. "Da genügt schon Windstärke drei bis vier, um Sandberge zu versetzen", weiß er.

Vorwiegend in Windrichtung seien die Massen verlagert worden. So fehlten etwa am Strandbad Markkleeberg-Ost größere Mengen, während am Kanupark Sandmassen angetragen wurden. Walther zeigt auf einen Schwimmsteg am benachbarten Auenhainer Strand, der zu fast der Hälfte inzwischen auf dem Sand aufliegt. Mit dem Radlader müsse das Material nun wieder abgebaggert und umgetragen werden, erklärt er.

In Auenhain kamen gestern die ersten Sandfuhren vom Beachvolleyballturnier an. Dort hatten die Wellen auf dem Strand gestanden und den ehemals flach abfallenden Bereich "angeknabbert", ihm steile Stellen zugefügt. "Acht bis zehn Meter breit ist hier im Durchschnitt die Abbruchkante", erklärt Walther. Im benachbarten Kanupark seien hingegen die Uferbausteine komplett eingesandet worden, "teilweise wurden sie auch weggespült", berichtet Walther. Dadurch drohten Sandmassen in den Einlauf auch der empfindlichen Pumpen gedrückt zu werden.

Inzwischen funktioniert der See-Ablauf über die Kleine Pleiße, beträgt der Überstau nach EGW-Angaben nur noch etwa 25 Zentimeter. Dennoch ist etwa der Wachauer Strand, früher einer der schönsten, noch in Teilen gesperrt. Auch hier gibt es eine Abbruchkante, fehlen rund acht Meter Strand. Die meisten Schäden verzeichnet Walther jedoch rund ums Strandbad in Markkleeberg-Ost. Dort hat das viel zu hohe Wasser an mehrere Bereichen die Steine der Uferbefestigung weggetragen. "Und der Sand, der langsam wieder zum Vorschein kommt, ist braun, verdreckt und nicht für den Strand geeignet", weiß Walther.

Die EGW wolle versuchen, noch im Herbst mit den größeren Reparaturmaßnahmen zu beginnen, zum Beispiel in den Wasserwechselzonen unterhalb der Strände gröberes und schweres Material einbauen, das ein Abrutschen des Sandstrandes verhindert. Wer für die Arbeiten aufkommt, weiß Walther derzeit noch nicht. "Wir haben die Hochwasserschäden auf jeden Fall gemeldet, stehen da in engem Kontakt auch zur LMBV."

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft, die den Bergbaufolgesee ordnungsgemäß herzustellen hat, musste auch an anderen Orten schon nachbessern. So erhielt der Cospudener Nordstrand Bunen, weil ständig Sand vom Strand den Ablauf zusetzte. Der Bau solcher Strömungs- und Sandfänger ist jetzt auch nachträglich für den Markkleeberger See vorgesehen. Eine LMBV-Sprecherin bestätigte gestern entsprechende Planungen. Im Herbst begännen die Arbeiten an Wellenbrechern und Bunen, sagte sie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.07.2013

Jörg ter Vehn

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