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Acht Millionen Euro sind über

Förderprogramm Acht Millionen Euro sind über

Vor zehn Jahren waren Gaschwitz und Großstädteln noch Sorgenkinder. Die bauliche und soziale Entwicklung in den Stadtteilen hinkte der im sonstigen Markkleeberg weit hinterher. Mit den Förderprogrammen „Soziale Stadt“ und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) hat sich das Bild massiv verändert. Während die „Soziale Stadt“ noch bis 2020 läuft, ist Efre inzwischen abgerechnet und die Bilanz der Stadt überaus positiv.

Die Orangerie Gaschwitz ist heute Bürger- und Vereinshaus.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Vor zehn Jahren waren Gaschwitz und Großstädteln noch Sorgenkinder. Die bauliche und soziale Entwicklung in den Stadtteilen hinkte der im sonstigen Markkleeberg weit hinterher. Mit den Förderprogrammen „Soziale Stadt“ und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) hat sich das Bild massiv verändert. Während die „Soziale Stadt“ noch bis 2020 läuft, ist Efre inzwischen abgerechnet und die Bilanz der Stadt überaus positiv.

„Allein dank Efre sind zwischen 2007 und 2013 rund acht Millionen Euro nach Gaschwitz und Großstädteln geflossen, davon rund 5,2 Millionen Euro Fördermittel. Wir haben den Fördertopf fast vollständig ausgeschöpft und jetzt von der Landesdirektion schwarz auf weiß, dass alles korrekt gelaufen ist“, erklärt die Sachgebietsleiterin Bauverwaltung, Heike Reckling. Ziel von Efre sei es gewesen, über die „Soziale Stadt“ mit einem Volumen von sechs Millionen Euro hinaus Investitionen in den Stadtteilen anzuschieben. „Und das ist uns gelungen. Die beiden Stadtteile haben nicht nur städtebaulich einen ganz großen Sprung nach vorn gemacht. Die Wohnqualität und die Zufriedenheit der Bewohner ist heute viel höher“, betont Reckling.

Vorzeigeobjekte der Efre-Förderung sind der Sportpark „Camillo Ugi“ mit dem sanierten Gebäude an der Städtelner Straße, die neue Vereinssporthalle in Gaschwitz samt Außenanlagen und die vor dem vollkommenen Verfall gerettete Orangerie Gaschwitz mit dem südlichen, denkmalgeschützten Torhaus und den Freiflächen. In das Bürger- und Vereinshaus ist mit dem Kulturbahnhof, dem Familienzentrum Lichtblick, dem Kunstverein Markkleeberg und dem Stadtteilmanagement längst neues soziales Leben eingezogen. Von der Stadt erworben und aus dem Dornröschenschlaf geholt wurde der Stadtwald, der heute mit gepflegten Wegen wieder zum Spazieren einlädt.

„Es war uns wichtig, dass wir nicht nur bauen, sondern die Investitionen mit Leben füllen. Deshalb wurde über Efre auch die Gründung von Vereinen wie dem SV Gaschwitz 09 gefördert“, erläutert Reckling. Ein weiterer Förderschwerpunkt sei die Wirtschaft gewesen. „Wir haben kleinere und mittlere Unternehmen unterstützt unter anderem im Gewerbepark Großstädteln“, berichtet sie. Saniert wurden dort mit Efre-Mitteln zum Beispiel die Häuser 3, 10 und 20, umgebaut wurde die Pension Küfner.

Und mit dem Ende von Efre soll noch lange nicht Schluss sein, die „Soziale Stadt“ weiter genutzt werden. „Unsere kommunale Wohnungsbaugesellschaft saniert das nördliche Torhaus am Gut Gaschwitz und die Hauptstraße 303, ein privater Investor den Speicher im Gut Großstädteln“, zählt Reckling auf. In allen Objekten wird Wohnraum geschaffen werden, denn der wird dringend gebraucht. „Die Stadtteile haben sich verjüngt. Es ziehen wieder junge Familien nach Gaschwitz“, so Reckling. Da kommt die im Bau befindliche, von der Wohnungsbaugesellschaft finanzierte Kita an der Hauptstraße gerade recht.

Die Stadt will noch den Platz vor der Kirche und dem Gut Großstädteln umgestalten. „Wenn sich jetzt noch am Bahnhofsgebäude in Gaschwitz was tun würde, wäre das super. Gerade, wo die Bahn ihre Anlagen modernisiert“, spricht Reckling das letzte große Sorgenkind an.

Von Ulrike Witt

gaschwitz Hauptstraße 315 51.249441 12.3800724
gaschwitz Hauptstraße 315
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