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Markkleeberg Adlertor wächst im Feuer
Region Markkleeberg Adlertor wächst im Feuer
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16:57 04.12.2009

Ein besonders gewichtiger Auftrag beschäftigt Althammer seit gut einem Jahr – das fast drei Tonnen schwere Adlertor für den Kees‘schen Park in Markkleeberg. „Für uns ist das eine tolle Sache. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, so etwas herzustellen“, erklärt der 58-jährige Handwerksmeister. Anhand historischer Aufnahmen und weniger Originalteile entsteht das im Stil des Historismus zwischen 1885 und 1895 geschaffene Tor in neuem Glanz wieder. „Für uns war es sehr wichtig, die Handschrift des Erbauers zu kennen, um Stimmigkeit in der Ausführung zu erzielen“, betont Althammer. Er kennt das Adlertor seit mehr als 30 Jahren. „Bis 1976 existierten die Torflügel noch. Als wir das Objekt Anfang der 90er Jahre vor dem weiteren Verfall sichern wollten, fehlten diese plötzlich“, erzählt Althammer. Wo sie abgeblieben sind, weiß indes keiner. Ganz anders beim einst über dem Torbogen thronenden Adler: „Den sollen die Amerikaner im Mai 1945 mitgenommen haben. Das hat mir ein Kleingärtner aus der benachbarten Kolonie berichtet“, sagt Althammer. Nach Monaten harter Arbeit und viel Rechnerei – schließlich differieren die Flügel aufgrund der starken Horizontal- und Vertikalneigung der Torkonstruktion um bis zu 20 Zentimeter – liegt das Grundgerüst in der Schmiede bereit. Schritt für Schritt wird es nun mit Zierrat, darunter dem Wappen derer von Kees aber auch Blättern und Ranken bestückt. Voraussichtlich ab Ende März soll das denkmalgeschützte Tor wieder Erkennungsmarke am Equipagenweg sein. Bis dahin muss allerdings zwingend noch eine Stützkonstruktion für die in die Jahre gekommene steinerne Dame errichtet werden.

Ulrike Witt

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