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Ähnlichkeiten sind rein zufällig

Ähnlichkeiten sind rein zufällig

Michael Fischer-Art ist für seine mit bunten Fantasiefiguren bemalten Fassaden bekannt, aber auch für provokante Sprüche und Ideen. Beides verbindet er jetzt in seinem neuen Buch.

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Autor und Maler: Michael Fischer-Art liest in seinem Atelier aus dem neuen Buch.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. "Herrenlose Stadt" heißt das 80 Seiten dicke Werk, das erstmals deutlich mehr Text als Bilder hat.

Vier der sieben Geschichten, die allesamt frei erfunden sind, wie der 44-Jährige ausdrücklich betont, spielen in Markkleeberg, seit acht Jahren die Heimat von Fischer-Art. Hier wohnt er mit seiner Familie, hier mischt er sich ein, ob als Mitglied des Fahrradkirchenvereins oder als Unterstützer von Pro Agra Park. Fischer-Art sagt, was er denkt. Dass das nicht immer allen gefällt, nimmt er gern in Kauf.

Nun arbeitet er sich in Kurzgeschichten ab: "Das Weiße Haus am See", "Bauland - hier, da und überall", "Im Pfeiler der Agra-Brücke" und "Der vergessene Keller". Die Örtlichkeiten sind offensichtlich, selbst für Nicht-Markkleeberger handelnde Personen mehr als schemenhaft erkennbar. Indes es gilt, wie es im Film immer so schön heißt, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und vom Autor nicht beabsichtigt.

"Die Idee für das Buch kam mir, als ich 2012 in New York im Hotel saß. Der Marathon war wegen Hurrikan Sandy abgesagt worden, ich hatte Zeit", erzählt Fischer-Art in seinem Atelier in den Leipziger Brühl-Arkaden. Mit Worten Geschichten zu malen, sei für ihn Ansporn und Herausforderung gewesen, gesteht er. Aber auch Bilder zu malen, die nicht fiktiv, sondern nah an der Realität sind. Die Geschichten selbst seien dann beim Lauftraining um den Cossi entstanden. "Mein Ausgangspunkt ist immer das Weiße Haus", sagt Fischer-Art.

Dass ein Privatmann in 1A-Lage im Landschaftsschutzgebiet den weißen Kasten hinsetzen konnte, darüber kann er sich stundenlang aufregen. Jetzt erst recht, wo der Pächter des "Seeteufel" aufgegeben haben soll. Dass der Eigentümer in besagter Geschichte auf dem benachbarten Golfplatz in Psychothriller-Manier den Tod findet, will Fischer-Art nicht als Anleitung verstanden wissen - "ich bin absolut friedliebend" -, sondern als Überlegung, was Wut und Hass in Menschen auslösen kann.

Weniger martialisch kommen die anderen Markkleeberg-Geschichten daher. Der Nazi-Goldbarren aus dem Fahrradkirchenkeller mutet ebenso skurril an wie die Anleitung für einen Bankraub, die er im Pfeiler der Agra-Brücke findet. Letztere Geschichte hat Fischer-Art ein amüsantes Gespräch mit seinem Bankdirektor verschafft. "Der hat mir glatt in die Hand versprochen, dass sein Tresorraum sicher ist."

Der umtriebige Künstler hat derweil schon den nächsten Plan ausgeheckt. "Herrenlose Stadt" soll im Herbst einen Nachfolger bekommen. Keine Sorge: Diesmal will sich Fischer-Art überregionalen Themen widmen. Auf seinen Reisen habe er genug Stoff gesammelt. Zu haben ist das aktuelle Büchlein für 19,50 Euro im Fischer-Art-Atelier und unter www.fischer-art.de.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.01.2014
Ulrike Witt

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