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Markkleeberg Ärger um Baugebiet Am Hopfenberg in Großpösna
Region Markkleeberg Ärger um Baugebiet Am Hopfenberg in Großpösna
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11:51 02.08.2017
Für die Anwohner gibt es im Grenzweg derzeit kaum ein Durchkommen. Quelle: Foto: Kempner
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Grosspösna

Um das neue Baugebiet Am Hopfenberg in Großpösna gibt es Ärger. Die Gemeinde hat jetzt dem privaten Investor in einem Brief angedroht, per Ersatzvornahme selber tätig zu werden, falls er die Probleme nicht abstellt.

Entsetzt sei sie gewesen, als sie vorige Woche nach ihrem Urlaub die Baustelle besucht habe, erzählte Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) am Montagabend den Gemeinderäten. Es habe sogar ungesicherte Baugruben gegeben, in die jeder hätte stürzen können. Sie habe daher mit dem anwaltlichen Schreiben sofort ein Zeichen setzen wollen. Insgesamt gehe es darum, dass versprochene Bauzeiten nicht eingehalten würden, der Grenzweg auch nicht wie versprochen wiederhergestellt wurde, erklärte Bauamtsleiter Detlef Richter weitere Details.

Seit dem Schreiben sei inzwischen „eine gewisse Ordnung“ wieder hergestellt worden. Versprochen sei nun, den Grenzweg bis Ende August wieder mit einer Tragschicht zu versehen und passierbar zu machen. Zuvor werde es allerdings noch „drei bis fünf Tage lang“ Erschwernisse für die Anwohner geben, weil noch Medienleitungen verlegt werden sollen, so Richter. Er ist nun als Amtsleiter in allen Bauberatungen dabei.

„Die Leidensfähigkeit der Anwohner ist begrenzt“, machte Heinz Schreiber (FDP) seinem Unmut Luft. Die Baustelle sei „unzumutbar“ und ein einziges Chaos, es gebe nicht mal ein richtiges Baustellenschild. Schon jetzt hätten die Bauleute drei Monate Bauverzug. In dem neuen Wohngebiet mitten im Ort sollen rund 80 Wohneinheiten entstehen. Der Investor hatte versprochen, bis Ende 2017 die Erschießung fertig zu haben.

Weitere Themen des Gemeinderats:

– Der Pachtvertrag mit dem Bergbau-Technik-Park wird bis Ende 2033 verlängert, damit der Park selber den Förderantrag auf den Tertiär-Spielplatz mit Urzeit-Hai (die LVZ berichtete) stellen kann.

– Die alten Holzmasten sind morsch: Im Amselweg, Hasenweg und der Wiesenstraße soll die Straßenbeleuchtung erneuert werden. 86 000 Euro stellt die Gemeinde 2018 bereit, will noch knapp 70 000 Euro davon als Fördergeld einwerben.

– Teurer als geplant wird der neue Parkplatz für die Kita Hummelburg in der Seifertshainer Straße. 2018 soll gebaut werden, 70 000 Euro sind eingeplant, 80 Prozent Fördergeld stehen in Aussicht. Wie genau ist noch unklar, aber am Feuerwehranleger am Störmthaler See soll ein Wasserwanderrastplatz errichtet werden, an dem Kanuten auch mal übernachten, oder ein Essen zubereiten können. Um die Maßnahme 2018 mit Fördergeld umsetzen zu können, gaben die Räte jetzt schon grundsätzlich Mittel in Höhe von 34 500 Euro frei.

Von Jörg ter Vehn

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