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Ärger um Baumfällung im Naturschutzgebiet

Ärger um Baumfällung im Naturschutzgebiet

Großpösna. So dramatisch der Sonnenaufgang das Naturschutzgebiet am Stöhnaer Becken südlich von Markkleeberg in Szene setzt, so heftig wird derzeit um Baumfällungen am nordöstlichen Ende des Gebietes gestritten.

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Zwei große Greife haben in diesem Stück Wald gut versteckt ihre Horste gehabt. Nun liegen sie offen, werden vermutlich nicht mehr angenommen.

Quelle: André Kempner

Naturschützer Harald Krug aus Zwenkau wollte diese Woche nach einem Kranichpaar schauen, das dort in diesem Jahr gebrütet hatte. "Die Tiere und ihr Junges waren noch da. Das war aber auch das einzig Erfreuliche", so Krug. Durch Baumfällungen seien die Horste von Mäusebussard und Milan freigeschlagen worden. "Da brütet bestimmt keiner dieser Vögel mehr", meinte er, Krug erstattete Anzeige bei der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt.

Mit dem sei die Maßnahme im Vorfeld abgestimmt worden, so Annett Höber vom Forstbezirk Leipzig. Die Horste seien bekannt gewesen. Jeweils ein paar Bäume davor sollten stehen bleiben, um diese noch etwas zu schützen, habe die Anweisung gelautet. Insgesamt seien auf einer Fläche von 70 mal 100 Metern alte Balsam-Pappeln entnommen worden. Diese seien nicht mehr standsicher gewesen, ohnehin nicht typisch für die Region und also auf Dauer auch fehl am Platz in einem Naturschutzgebiet. An ihrer Stelle würden Kiefern und Aspen gepflanzt.

Brigitte Laux vom Landratsamt verteidigte die Maßnahme ebenso. Eingriffe dürften den Erhaltungszustand einer Art nicht verschlechtern. "Angesichts der Populationsgröße der Greifvögel im Landkreis Leipzig ist in der Gefahr, dass ein einzelner Horst nicht mehr angenommen wird, keine erhebliche Verschlechterung zu sehen", meinte sie. Im Übrigen sei nicht nachgewiesen, dass die Tiere die jetzt auf einer Seite freigestellten Horste nicht doch wieder annehmen.

"Quatsch", sagte Krug. Er habe bei von ihm begleiteten Baumaßnahmen auf der Magdeborner Halbinsel und im Tagebau schon mehrfach ein solches Freischneiden der Horste verhindert, um die Nachzucht weiterhin zu ermöglichen. "Da wurde jeweils erfolgreich gebrütet - trotz Bautätigkeit", sagt er. In die Stöhnaer Horste ziehe bestimmt kein Greif mehr ein, meint er. Die LVZ wird darüber berichten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.12.2014
Jörg ter Vehn

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