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Markkleeberg „Äthiopiens letzte Reserve“ holt erneut den Sieg
Region Markkleeberg „Äthiopiens letzte Reserve“ holt erneut den Sieg
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18:26 12.09.2010
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Da mussten die Kräfte genau eingeteilt werden.

Und während die einen sich im Vorhinein ordentlich warmliefen und bereits schwitzend an die Startlinie traten, hatten es die anderen auf dem Parkplatz auf der Magdeborner Halbinsel noch ruhig angehen lassen. So auch Angela Graf mit ihrem Mann Sven und Teamkollege Matthias Reisaus. 101 stand auf ihren Starterzetteln. Die Nummer sollte ihrem Team, humorvoll „Graf Reis aus“ benannt, Glück bringen. Ihr Ziel: unter drei Stunden bleiben. Ansonsten ließen es die drei erprobten Ausdauersportler eher gemütlich angehen. Schließlich hatte allein Angela Graf bereits vier Läufe in diesem Jahr bewältigt. Da war der Südraum-Marathon für sie auch eher ein „Vorbereitungswettkampf“. Einer an dem sie aber immer wieder gern teilnehmen. „Denn die Form des Team-Wettkampfes ist schon was besonderes“, sagte Graf. Wie alle Teams wechselten sie sich ab: Zwei fuhren Rad, einer lief. „Kurze Strecken und häufige Wechsel sind die effektivste Herangehensweise“, so Sven Graf.

Großpösna. Drei, zwei, eins, los! Eher gemächlich starteten am Samstagnachmittag die rund 200 Sportler beim 11. Leipziger Südraum-Marathon auf der Magdeborner Halbinsel. Immerhin waren 42 Kilometer rund um den Störmthaler und den Markkleeberger See zu bewältigen. Da mussten die Kräfte genau eingeteilt werden.

Noch einen Grund gibt es für die wiederholte Teilnahme für sie und viele ihrer Mitläufer: die Landschaft. Und diese werden die Sportler im nächsten Jahr schon anders erleben. Dann wird das Durchlaufen des Grunaer Beckens nicht mehr möglich sein, der Hafen voll Wasser stehen, folglich auch die Strecke anders verlaufen. „In zwei Jahren können sie dann hier auch baden gehen“, kündigte Gabriela Lantzsch, Großpösnas Bürgermeisterin, bereits bei der Eröffnung an.

Zwei Stunden und 17 Minuten nach dem Startschuss hatte das Team „Äthiopiens letzte Reserve“ um Max Betsch als erste die Ziellinie überquert. Zum zweiten Mal in Folge. Schon im Vorjahr hatten die Sportler vom LAZ Leipzig gewonnen. Der Sieg war den meisten aber nicht so wichtig. Auch nicht Sven Karger aus Coswig. „Wichtig ist, dass wir zusammen ins Ziel kommen.“ Der 47-Jährige startete mit zwei Freunden, der älteste 62 Jahre.

Und auch neue Verbindungen wurden geschlossen. Wem ein Teammitglied fehlte, dem halfen die Organisatoren. „Hier wird richtig gemakelt“, erklärte Lutz Köhler, der seine Kollegen erst vor Ort traf. Und Angela Graf und ihr Team: Sie verfehlten am Ende ihr Ziel um wenige Sekunden. Zufrieden waren sie aber trotzdem.

Kerstin Leppich

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