Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Alles klar für den Test: Ski und Rodel gut auf dem „Mount Cröbern“
Region Markkleeberg Alles klar für den Test: Ski und Rodel gut auf dem „Mount Cröbern“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 31.01.2018
Am Cröberner Deponieberg kann bald gerodelt und Ski gelaufen werden – wenn denn Petrus in diesem Winter noch den nötigen Schnee schickt. Quelle: Foto: WEV
Grosspösna

Nur das Wetter muss noch mitspielen: Am „Mount Cröbern“ sind in diesem Winter erstmals Rodeln und Skifahren möglich. Außerhalb der Betriebszeiten der Deponie gibt es an Schneewochenenden Abfahrten von bis zu 135 Meter Länge.

Für das Winterevent wurde eigens einen Fläche von rund 10 000 Quadratmetern hergerichtet. Weg, Treppe und Serpentinen führen vom benachbarten Bergbau-Technik-Park rauf auf den abgetrennten Hang, vom dem es dann mit einer Neigung von 1:4 knapp hundert Meter nach unten geht, etwas flacher sogar 135 Meter weit. „Bei der Gestaltung der Flächen wurde der Oberboden geeggt und gesiebt. Zum Ringwall hin haben wir einen Auslauf gestaltet. Wir glauben, dass wir so super Bedingungen für einen tollen Familienspaß geschaffen haben“, erzählt Denny Hosch, Betriebsingenieur der Deponie.

Geparkt werden kann nebenan auf dem Gelände des Bergbau-Technik-Parks, der über seinen Imbiss auch die Wintersportler mit warmen Getränken und kleinen Speisen versorgen will. Für Parkchef Thorsten Hinz kein Problem: „Wir freuen uns, auch außerhalb der Saison unseren Gästen Außergewöhnliches zu bieten. Mit diesem neuen Veranstaltungs-Format erweitern wir unser Angebot auch auf die kalte Jahreszeit.“

Treppe, Wege, Wiese: Für den Wintersport ist eine erste Fläche vorbereitet. Quelle: Andre Kempner

Ob der Schnee, der in den nächsten Tagen angekündigt ist, schon ausreicht, weiß noch niemand. „Wir benötigen schon so etwa acht bis zehn Zentimeter Schnee auf der Grasnarbe“, erzählt Daniela Trujillo, Sprecherin der Deponiegesellschaft. Über die Tagespresse werde kurzfristig der Startschuss erteilt, wenn die Bedingungen erfüllt sind.

Mit der Zentraldeponie Cröbern entsteht bis zur Stilllegung voraussichtlich 2035 und der Übergabe 2040 der zweithöchste „Berg“ im Südraum. Die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (WEV) hatte erst im Vorjahr von der Landesdirektion die Genehmigung erhalten, die Kubatur der Deponie zu optimieren: Der Berg darf nun 17 Meter höher werden als geplant, kann aber seine Fläche um 6,5 Hektar schrumpfen, um bei gleicher Ablagerungsmenge Kosten zu sparen. Mit 196 Metern über Normalnull werde die Deponie nun fast so hoch wie die Hochhalde Trages, so die WEV.

Die Kubaturänderung werde dazu beitragen, den Charakter „Berg“ in der Nah- und Fernwirkung stärker zu unterstreichen, hatte die WEV für die Veränderung geworben. Je prägnanter die Modellierung des Landschaftsbildes „Berg“ erfolge, desto größer werde die Wirkung sein.

Auch wenn noch ein bisschen Zeit ist: Über die mögliche Nachnutzung der Deponie hat sich die Deponie schon frühzeitig Gedanken gemacht. Gleitschirmfliegen, Mountainbike-Fahrten, Windenergie, Aussichtsturm, Sommerrodelbahn – viele Ideen gibt es. Die optimierte Form verbessere aber die Nutzungsmöglichkeiten, ist sich die WEV sicher.

Geschäftsführer Bernd Beyer: „Mit dieser Veranstaltung können wir schon mal die Eignung für Ski und Rodeln testen. Wir freuen uns auf die Besucher und sind sehr gespannt auf die Resonanz.“

Von Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit Bravi und anhaltendem Trampelapplaus bedankte sich das Publikum für das dritte Anrechtskonzert des Leipziger Symphonieorchesters im Markkleeberger Lindensaal. Ein schlagender Beweis, dass die Zuhörer musikalische Qualität zu schätzen wissen, auch wenn auf dem Programm kein wirklicher „Reißer“ stand, dafür hohe Klangkultur.

31.01.2018

Aus wenig viel machen – das gelang der Gemeinde Großpösna in den letzten Jahren immer wieder. Auch in diesem Jahr sieht der Haushaltsentwurf etlichen Investitionen vor – obwohl viele Fragen offen sind.

30.01.2018

Wohnungen und Gewerberäume im Leipziger Speckgürtel sind gefragter denn je. Ein Beispiel ist die Trigaleria in Markkleeberg-Ost. Vor zwei Jahren standen in dem Einkaufszentrum noch mehrere Geschäfte leer. Inzwischen haben neue Mieter wieder Schwung reingebracht.

29.01.2018