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Markkleeberg Alliierte nehmen Stadttor ein - Völkerschlacht wird in Markkleeberg nachgestellt
Region Markkleeberg Alliierte nehmen Stadttor ein - Völkerschlacht wird in Markkleeberg nachgestellt
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01:00 15.10.2014
"Napoleonische Soldaten" kämpfen auf dem Schlachtfeld in Markkleeberg. Quelle: dpa

Alljährlich im Herbst lässt der Verband Jahrfeier Völkerschlacht 1813 (VJV) dieses Kapitel Weltgeschichte wieder aufleben. 600.000 Soldaten lieferten sich damals eine der blutigsten Schlachten, 100.000 Menschen kamen dabei um. Immer neue Details der Kämpfe zwischen den Alliierten Russland, Preußen, Österreich, Schweden und England mit dem französischen Heer greifen die Akteure des VJV auf. Diesmal steht bei der Gefechtsnachstellung am Sonnabend auf dem Mönchereiplatz in Markkleeberg die Erstürmung eines Leipziger Stadttores durch Alliierte im Mittelpunkt. Den Besuchern werden aber auch Einblicke in das Leben in einem französischen Lager und einem Lazarett geboten.

Insgesamt 700 Frauen und Männer sind an dem Spektakel beteiligt. Erstmals bauten Mitglieder des Verbandes Jahrfeier auch selbst an den Kulissen mit. So errichteten sie unter anderem eine mehr als 100 Meter lange Leipziger Stadtmauer und fertigten Schanzkörbe an. "Den Besuchern der historischen Biwaks präsentieren sich die Darsteller in bis ins Detail getreu nach historischen Vorlagen gefertigten Gewändern, Uniformen und Ausstattungen", kündigt Verbandsvorsitzender Michél Kothe an. Dahinter steckt ein immenser Aufwand. "Alle Kosten unserer Aktivitäten kompensieren wir vor allem mit dem Engagement der Beteiligten", erklärt Kothe, "aber auch mit den Einnahmen aus der Gefechtsdarstellung."

Moderiert werden die Gefechtsdarstellungen von VJV-Sprecher Gert Pfeifer und Buchautorin Sabine Ebert, die mit ihrem Völkerschlacht-Epos "1813 - Kriegsfeuer" im vergangenen Jahr einen Bestseller landete. Derzeit arbeitet die Schriftstellerin an einer Fortsetzung ihres 900 Seiten starken Historien-Romans. Das neue Buch, dessen Premiere zur Leipziger Buchmesse im März 2015 angekündigt ist, knüpft unmittelbar an die letzte Szene an und führt vom 19. Oktober 1813 in Leipzig bis nach Wien und Waterloo.

Auszug aus dem Veranstaltungskalender zum Völkerschlacht-Gedenken:

Mittwoch, 15. Oktober

18 Uhr, Gedenkveranstaltung der AG Völkerschlacht am Apelstein 26 in der Antonien-/Wachsmuthstraße; 19 Uhr, Kranzniederlegung am Österreicher-Denkmal in Schleußig/Kleinzschocher.

Freitag, 17. Oktober

19.30 Uhr, Friedensgebet in der Auenkirche in Markkleeberg; 20.15 Uhr, Kranzniederlegung am Apelstein am Torhaus in Markkleeberg.

Sonnabend, 18. Oktober:

9 Uhr, Gefechtsexerzieren auf der Sommerblumenwiese vor der Parkgaststätte Leipzig und am Festanger in Markkleeberg (Eintritt frei); 10 Uhr, Torhaus Dölitz, Spaziergänge mit Schlossherrin Johanna von Winckler alias Urte Grauwinkel durch das Dölitz der Jahre 1813/14; 14.30 Uhr, Historische Zivil- und Gefechtsdarstellung auf dem Mönchereiplatz in Markkleeberg (Einlass: 11 Uhr, Stehplatz: Erwachsene zwölf Euro, Kinder sechs Euro); 16 Uhr, Autogrammstunde mit Sabine Ebert ("1813 - Kriegsfeuer") am Stand von Historia Event und ab 17 Uhr im Torhaus Dölitz; ganztags, historische Bi- waks, Händler- und Handwerkermarkt rund um die Torhäuser Dölitz und Markkleeberg (Eintritt frei); ganztags, Finale der Deutschen Risiko-Meisterschaft 2014 auf dem Gelände des Torhauses Dölitz - die 20 Besten küren den König des Strategie-Brettspiels.

Weitere Informationen im Internet unter www. leipzig1813.com

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.10.2014

Klaus Staeubert

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