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Markkleeberg Alte Eisenbahnbrücke in Gaschwitz
Region Markkleeberg Alte Eisenbahnbrücke in Gaschwitz
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07:00 08.12.2016
Mit dem Schweißbrenner wird die alte Eisenbahnbrücke in Gaschwitz derzeit Stück für Stück zerlegt und dann abtransportiert. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Ende dieser Woche ist die alte Eisenbahnbrücke in der Straße Neue Harth im Markkleeberger Ortsteil Gaschwitz Geschichte. Seit Montag wird das marode Bauwerk im Auftrag der Deutschen Bahn mit dem Schweißbrenner sukzessive in Einzelteile zerlegt und mit Baggern und LKWs abtransportiert. Der Abriss und der anschließende Neubau der Brücke erfolgen im Rahmen des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale (die LVZ berichtete).

„Voraussetzung für den Abriss war die Inbetriebnahme der Westumfahrung im Bereich des Gaschwitzer Bahnhofs einschließlich einer Behelfsbrücke Anfang Oktober“, erklärte Albrecht Trusch, Leiter des zuständigen Bauüberwachungsbüros in Markkleeberg, gestern Morgen beim Vor-Ort-Termin. Ursprünglich hätten die Schweißarbeiten nachts stattfinden sollen. „Auf Wunsch der Stadt Markkleeberg und zahlreicher Anwohner, die sich verständlicherweise um ihre Nachtruhe sorgten, haben wir die Technologie noch umgestellt, so dass jetzt nur tagsüber gearbeitet wird“, erläuterte Trusch. Sobald der Oberbau abgetragen ist, stehe der Abbruch der Widerlager an, im neuen Jahr dann der Brückenneubau – „an gleicher Stelle und in etwa mit den gleichen Maßen“, so Trusch.

Die Überfahrt Neue Harth ist laut Deutscher Bahn voraussichtlich bis Oktober 2017 gesperrt. Autofahrer, die in das kleine Wohngebiet hinter den Bahnhofsanlagen möchten, müssen wohl oder übel die Umleitung über die Haupt- und Zöbigkerstraße nehmen und von dort in den Schachtweg abbiegen. Anders sieht es für Fußgänger und Fahrradfahrer aus.

„Für diese Nutzer ist die Straße Neue Harth bis auf wenige Ausnahmen in den nächsten Monaten immer passierbar“, betonte Trusch. Aktuell gebe es sogar Geleitschutz: Je ein Arbeiter auf jeder Brückenseite öffnet beziehungsweise schließt die Absperrung, sobald Fußgänger gefahrlos durchkönnen. „Wir haben extra eine Holztrennwand eingebaut, damit Passanten nicht durch den Funkenflug beim Schweißen beeinträchtigt werden. Aber das geht hier natürlich alles nur, weil die Zahl der Passanten wirklich überschaubar ist“, sagte Trusch.

Über die Behelfsbrücke, die im Zuge der Westumfahrung seit Herbst 2015 errichtet wurde, rollt wahrscheinlich bis Ende 2018 der gesamte S-Bahn- und Zugverkehr in und von Richtung Süden. „Das ermöglicht uns, die Gleisanlagen im östlichen Teil des Gaschwitzer Bahnhofs trotz rollenden Verkehrs ohne Störungen zurück- und neu aufzubauen“, begründete Trusch die „elegante Lösung“.

Komplett abgeschlossen werden die Bauarbeiten in Gaschwitz erst 2019. In den Ausbau des Abschnitts Gaschwitz-Großdeuben investiert die Deutsche Bahn insgesamt rund 92 Millionen Euro.

Von Ulrike Witt

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