Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Alte Kameras begeistern auch heute noch junge Leute
Region Markkleeberg Alte Kameras begeistern auch heute noch junge Leute
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 22.10.2016
Alte Kameratechnik in jungen Händen: Monika Marschner mit Christian, Maria, Ella, Saskia und Projektassistentin Katharina Jünemann (von links) zu Gast im Deutschen Fotomuseum in Markkleeberg. Quelle: André Kempner
Anzeige
Markkleeberg

Die Geschichte der Fotografie wird im Rahmen museumspädagogischer Arbeit für Kinder lebendig gemacht. Sie begeben sich derzeit im Deutschen Fotomuseum in Markkleeberg mit historischem Kameras auf die Suche nach den schönsten Motiven.

Obwohl in jeder zehnten Schultüte ein Handy steckt, sich Grundschüler per Whatsapp zum Spielen verabreden und sich das Selfie per Smartphone zu einem kulturellen Massenphänomen entwickelt hat, lässt sich der Nachwuchs noch für analoges Schwarz-Weiß-Fotografieren und das Einlegen eines Rollfilms begeistern. Die „MuseobilBOX“, ein vom Bundesverband für Museumspädagogik gefördertes Projekt, gibt unter Anleitung von Museumspädagogin Monika Marschner und Projektassistentin Katharina Jünemann nicht nur theoretische Einblicke in die Geschichte der Fotografie, sie bietet auch die Möglichkeit zur praktischen Anwendung.

In den Sommerferien waren bereits Hortkinder einer Markkleeberger Grundschule zu Gast im Fotomuseum, derzeit sind es Jungen und Mädchen der 35. Oberschule aus Leipzig, die sich in zwei Gruppen für die Teilnahme an der freiwilligen, schulbegleitenden Maßnahme entschieden haben. Sie waren mit funktionstüchtigen altertümlichen Apparaten aus dem Museumsfundus, 80 Jahre alten Balgenkameras und 60 Jahre alten Spiegelreflexkameras unterwegs, um das Gelände rund um ihre Schule als auch den Agra-Park durchs Objektiv zu entdecken. Strukturen in der Natur, Steine oder Blätter, Landschaftsaufnahmen und Porträts gehörten zu den bevorzugten Motiven. Bewegte Szenen auf dem Karussell des Spielplatzes und die Sonnenstrahlen im Schilf hätte ein Profi nicht besser einfangen können.

Maria Magdalena Melzig (10) und Ella Bannasch (11), zwei Freundinnen lachend Arm in Arm, und der Museumstempel, sowohl von Christian Barwa (13) als auch von Saskia Gerschbeck (10) prächtig aufs Zelluloid gebannt, wurden einhellig zu Lieblingsfotos erkoren. „Echt cool“ fand das Quartett so manches erstaunliche Resultat, das den Tücken der Technik, Mehrfachbelichtungen oder eingerissenen Filmen, geschuldet war.

„Ich muss zugeben, dass ich dem Projekt anfangs etwas skeptisch gegenüber stand“, sagte der Leiter des Deutschen Fotomuseums, Andreas Müller. „Inzwischen bin ich sehr angetan von der Arbeit Monika Marschners und von den Ergebnissen. Es sind einige Fotos entstanden, die man durchaus als künstlerisch wertvoll bezeichnen kann“, meinte er. Rund 60 Filme wurden entwickelt, sie stehen jetzt digitalisiert zur Verfügung. Mitte Dezember werden die besten Fotos in einer Ausstellung präsentiert und in Kürze unter www.fotomuseum.eu auf der Homepage des Markkleeberger Museums zu bewundern sein.

Von Gislinde Redepenning

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Große Kreisstadt strampelte beim diesjährigen 13. Städtewettbewerb von EnviaM und Mitgas auf Platz 2. Gestern gab es den verdienten Lohn für harte Stunden auf zwei Fahrradergometern: EnviaM-Vertriebsvorstand Andreas Auerbach überreichte den Kickers 94 im Markkleeberger Rathaus einen Scheck über 6300 Euro.

21.10.2016

Etwa 700 Uniformierte aus sechs europäischen Ländern werden am Wochenende an der historischen Gefechtsdarstellung und den Biwaks anlässlich des 203. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig teilnehmen. Das kündigte gestern Michel Kothe vom Verband Jahrfeier Völkerschlacht an.

20.10.2016

Bislang ist der Zwenkauer See vor allem für Sportevents bekannt. Das soll sich ändern. Mit dem 1. Neuseenland-Musikfest wird im Sommer 2017 die Hochkultur am Stadthafen Einzug halten und das unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

23.10.2016
Anzeige