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Altes Gemäuer im Dornröschenschlaf

Altes Gemäuer im Dornröschenschlaf

Ein Ort der Begegnung ist die Imnitzer Dorfkirche nur noch einmal im Jahr. Am Tag des offenen Denkmals, am zweiten Sonntag im September, da zieht es vor allem all jene in den Dalziger Weg, die einst in dem kleinen Gotteshaus getauft, konfirmiert oder getraut wurden.

Zwenkau. Ansonsten befindet sich die Kirche im Dornröschenschlaf. Idyllisch gelegen, aber auf Dauer möglicherweise dem Verfall preisgegeben. Nicht nur Pfarrerin Barbara Hüneburg bereitet dieses Kapitel Kirchengeschichte Sorgen. Errichtet wurde die älteste Kirche Zwenkaus kurz vor der Reformation im 16. Jahrhundert, vermutlich um 1515 geweiht, später ausgebaut. Zu einer Zeit als laut historischen Dokumenten „sechs besessene Mann und neuneinhalb Hufen“ im Mehrgassendorf Imnitz zuhause waren. Die letzte Innen- und Außensanierung erfolgte 1890. Rund 40 Jahre später wurde Imnitz nach Zwenkau eingemeindet. Bis zur Wende feierte man zumindest noch zwischen Mai und Oktober regelmäßig Gottesdienste. Danach zog die immer kleiner werdende Gemeinde in die Laurentiuskirche um. Die kleine Schwester verwaiste zusehends und erhielt bisweilen auch ungebetenen Besuch. Mit der Folge, dass das Inventar inzwischen andernorts sicher verwahrt wird. Mitte der 90er Jahre hatte der damalige Pfarrer Stephan Israel eine ungewöhnliche Idee. Er suchte nach Interessenten für das „baulich recht gut erhaltene“ Gotteshaus. Ein Konzertsaal, ein Künstleratelier oder eine ähnlich, dem christlichen Gedanken nicht abträgliche Nutzung sollte es sein. Einzig: Es fand sich kein Interessent und auch kein Geld für eine Sanierung des alten Gemäuers. Indes staunt Hüneburg alljährlich über die „beeindruckend enge Bindung“ der Imnitzer zu ihrer Kirche. Eine Inschrift am Kreuz, die einer der Gäste zufällig beim Hinaustragen entdeckte, löste vor einigen Monaten sogar einen Rundruf quer durch Deutschland aus, und brachte letztlich eine fast vergessene Familiengeschichte zu Tage.

Ulrike Witt

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