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Markkleeberg Am Störmthaler See können Krokodil, Wolf und Ratte geschossen werden
Region Markkleeberg Am Störmthaler See können Krokodil, Wolf und Ratte geschossen werden
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00:34 17.08.2015
Isabell Lohse bei einem typischen Bild vom 3D-Parcours. Ihr Pfeil zeigt auf eines der 17 Gummitiere in dem weitläufigen Gelände. Quelle: André Kempner
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Und wer kann, darf hier auch einen Wolf erlegen - aus Weichgummi.

Michael Lahn betreibt den Parcours schon seit drei Jahren rund um ein altes Tagebaupumpenhäuschen an der alten F95 nahe der Halbinsel Magdeborn. Alles sei aber immer noch im Aufbau, gesteht er. Seit Eröffnung vom Vineta-Bistro und dem Ferienresort Lagovida im Vorjahr gehe die Entwicklung aber deutlich voran. Denn für Urlauber und Familien, die mal ein Aktivprogramm suchen, sei der 3D-Bogenparcours ein Erlebnis, meint er.

Etwa zweieinhalb Stunden Zeit müssen die Gäste für den 3D-Parcours schon mitbringen. Der Weg führt mitten durch einen knapp vier Hektar großen Wald an 17 Tiermodellen vorbei. Dabei wird schon am Eingang beim Einschießen entschieden, wer überhaupt auf den Parcours darf und wer nicht, sagt Lahn. Angetrunkene hätten zum Beispiel keinen Zutritt, eben so wenig solche, die keinen Respekt vor den Regeln und dem Bogensport hätten, erklärt der 41-Jährige. Denn das Thema Sicherheit müsse im Gelände natürlich besonders groß geschrieben werden.

Bis zu 21 Betreuer seien für ein Wochenende nötig, stöhnt er. Geschossen werde auf Weiten von drei bis 30 Metern, nach einem genauen Ablauf und mit einer streng regulierten Zahl an Pfeilen. Wildes Geschieße gebe es nicht, sagt Lahn. Leute, die so etwas wollten, erkenne er schon beim Einschießen, lasse sie gar nicht erst rein.

Zum Highfield-Festival an diesem Wochenende - das Gelände grenzt unmittelbar an seines an - öffnet er aber trotzdem. Allerdings hält er für die Gäste nur ein kleines, ungefährliches Angebot bereit. "Mit dem großen urigen Katapult oder einer Zwille können die Leute bei uns auf Zielscheiben schießen", erläutert er. Diese stehen in einer Art Talkessel im Wald, den niemand später für die Suche nach den Geschossen begehen muss. Denn wer in diesem Fall schießt, tut sogar etwas Gutes für die Natur. "Ich habe extra dafür Futterkartoffeln geordert. Die können gern liegen bleiben für die Hasen und Rehe", schmunzelt Lahn.

Als nützlich auch für den Bogensport hat sich sein 3D-Parcours schon erwiesen. "Nicht wenige, die bei uns einmal geschossen haben, engagieren sich später in einem Verein", weiß Lahn. Isabell Lohse ist so eine. Sie habe danach irgendwie Geschmack an dem Sport gefunden, erzählt die junge Frau, die wie auch andere Mitglieder vom Verein LE Bowtime gern auf dem Parcours als Guide aushilft.

Alle 14 Tage habe er derzeit an den Wochenenden geöffnet, erzählt Lohse. Um auf dem 3D-Parcours mitzumachen, sei eine Anmeldung ab dieser Saison zwar nicht mehr Pflicht, es helfe aber, eventuelle Wartezeiten zu verkürzen. Der Parcours koste pro Person inklusive Leihausrüstung 32 Euro, sagt Lohse. Anmeldungen und mehr Infos sind möglich übers Internet: www.elmo-erlebnis.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2015
Jörg ter Vehn

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