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Markkleeberg Anderen etwas abgeben
Region Markkleeberg Anderen etwas abgeben
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15:00 19.05.2015
Adventslieder Singen mit Weihnachtsmännin Anja Herder-Lindenhan und Sopranistin Gabriele Lamotte: Betreuer, Angehörige und Kinder feierten gestern schon vorab Bescherung im Kinderhospiz Bärenherz. Möglich machten das die Gaben, die Herder-Lindenhan organisiert hatte. Quelle: André Kempner

Gleich mehrere Karren und Einkaufswagen waren nötig, um die Geschenke der Leipzigerin vom Wagen ins weihnachtlich-kuschelig geschmückte Hospiz zu transportieren. "Die kranken Kinder, die Geschwister, die Betreuer - alle sollen schließlich etwas bekommen", so die quirlige 32-Jährige. "Uns geht es gut, da möchte ich anderen etwas abgeben, denen es nicht so gut geht", erklärte sie ihre Motivation.

Die Produkttesterin hatte in den letzten Wochen und Monaten Firmen angesprochen, um Spenden für die Aktion gebeten. "Über 50 haben mitgemacht", erzählte sie stolz. Einen weiteren Sponsor benötigte sie schließlich, um die vielen guten Gaben verteilen zu können: Ein Leihwagen musste her. Auch das war für Herder-Lindenhan kein Problem.

So gab es gestern Präsente für die Kinder, aber auch Gutes fürs Hospiz von Kissen über Decken bis zu speziellen Ölen für die Küche. Bastian, Bruder der schwer kranken Lisa im Hospiz, erhielt gar eine Lego-Armbanduhr - und freute sich, dass auch an ihn gedacht worden war.

Für die kleine Feier hatte Weihnachtsmännin Herder-Lindenhan auch Musik mitgebracht. Gabriele Lamotte sang mit ihren Kindern Josephine und Pauline zur Gitarre klassische Adventslieder. Dem schwerkranken Eric, der samt Betreuerin dabei war, gefiel es sichtlich. Der Sechsjährige lag neben der Musikantin, lauschte beruhigt und zufrieden den Klängen.

"Wir sind als Hospiz auf Spenden angewiesen", freute sich die Fördervereins-Geschäftsführerin Ulrike Herkner über die Aktion. Besonders schön sei natürlich, dass die Kinder und ihre Geschwister beschenkt wurden. "Das bringt noch so ein kleines Glitzern in die Augen", lächelte sie.

In den vergangenen Tagen seien viele Besucher, oft auch unangemeldet, ins Haus gekommen und hätten etwas schönes Selbstgebasteltes oder Gemaltes vorbeigebracht. "Es ist beeindruckend zu sehen, wie Menschen anderen helfen wollen", sagte sie. Sie empfinde eine tiefe Dankbarkeit dafür.

Herder-Lindenhan hatte aber noch mehr im Gepäck und übergab dem Förderverein gleich noch eine prall gefüllte Spendenbüchse. "Ich bin auf der Arbeit noch privat an den ganzen Büros vorbeigelaufen und habe um Mithilfe gebeten", erzählte sie munter. Bei Herkner und Co erntete sie natürlich auch dafür Dank und Lob. "Viele reden ja von Spendenmüdigkeit. Bei uns ist davon gottlob noch nichts zu spüren", sagte Herkner.

Die quirlige Spenderin hielt es nicht gar zu lange in Markkleeberg. Sie hatte auf ihrer Weihnachtstour noch zwei weitere Stationen, wollte auch ein wenig festliche Stimmung (und Präsente!) in zwei Kinderheime nach Grünau und Lindenthal bringen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.12.2013
Jörg ter Vehn

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