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Andreas Knoll heißt Markkleebergs neuer Stadtwehrleiter

Jahreshauptversammlung Andreas Knoll heißt Markkleebergs neuer Stadtwehrleiter

Die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg hat endlich einen neuen Stadtwehrleiter: Andreas Knoll wurde am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung im Großen Lindensaal mit 52,59 Prozent der Stimmen gewählt.

Geschafft: Oberbürgermeister Karsten Schütze gratuliert dem neuen Stadtwehrleiter Andreas Knoll und dankt dessen Vorgänger Rainer Walther (v.l.).

Quelle: Andre Kempner

Markkleeberg. Die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg hat endlich einen neuen Stadtwehrleiter: Andreas Knoll wurde am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung im Großen Lindensaal mit 52,59 Prozent der Stimmen gewählt. Der zweite Kandidat Wolf-Dieter Brode aus Wachau erhielt 43,1 Prozent. Der 53-jährige Andreas Knoll von der Schwerpunktfeuerwehr Markkleeberg-West tritt die Nachfolge von Rainer Walther an, der anders als geplant, ganze zwölf Jahre im Amt war.

Turnusmäßig hätte die Wahl bereits Ende 2015 angestanden. Neuer Brandschutzbedarfsplan, neue Feuerwehrsatzung, neuer Stadtwehrleiter – so lautete eigentlich der Fahrplan. Es kam anders: Wegen heftiger, zum Großteil hinter verschlossenen Türen ausgetragener struktureller und persönlicher Differenzen um die Zukunft der Ortswehr Gaschwitz ist der Brandschutzbedarfsplan bis heute noch nicht verabschiedet. Wenigstens die Satzung, auch hier gab es im Vorfeld viele Diskussionen, hat im November 2016 den Stadtrat passiert. Der Bedarfsplan soll nun dieses Jahr unter neuer Leitung und dank deutlichem personellen Zuwachs in Gaschwitz unter günstigeren Vorzeichen beschlossen werden. Soweit die organisatorischen Probleme, die bisweilen die ausgesprochen gute Situation der Wehr überdecken.

„Wir haben in Markkleeberg eine schlagkräftige, einsatzbereite und hochmoderne Wehr, vielleicht die leistungsfähigste im Landkreis Leipzig“, betonte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) denn auch. Was Walther in seinem letzten Jahresbericht unterstrich: „Wir sind technisch und personell gut aufgestellt.“ Allerdings sparte der 59 Jahre alte Brandschutzingenieur, der sich nie vor Konfrontationen gescheut hat, auch diesmal nicht mit deutlichen Worten. „Wir dürfen uns nicht ausruhen. Das Personal ist die einzige Komponente bei der ehrenamtlichen Feuerwehr, die man nicht kaufen kann. Aus Erfahrung wissen wir, von alleine kommt keiner“, mahnte er. Erneut kritisierte er die Ausbildung auf Kreis- und Landesebene, sprach CDU-Landtagsmitglied Oliver Fritzsche im Saal direkt an. Die guten Ausbildungsstrukturen, die sich die Wehren wegen dieser Mängel inzwischen selbst geschaffen haben, seien zwar qualitativ hochwertig aber nicht effektiv.

„Ihr Leben ist die Feuerwehr“, würdigte der OBM Walthers für die Stadt nicht immer bequemes Engagement. Unter seiner Ägide hatten die Kameraden 2010 eine Petition eingereicht. Mit Erfolg: Die Rahmenbedingungen haben sich seither verbessert. So gibt es für Einsätze jetzt fünf Euro Aufwandsentschädigung – noch immer eine Summe für die kein Angestellter sein Leben riskieren würde -, für 30 Jahre Zugehörigkeit 500 Euro, für 45 Jahre 1000 Euro. Außerdem wurden die Verdienstmedaille mit 100 Euro Prämie eingeführt, die monatliche Zuwendung für die Kameradschaftskasse auf 7,50 Euro erhöht und der Eintritt ins neue Sportbad ermäßigt. Noch wichtiger sind indes die zehn Feuerwehrleute, die inzwischen im Rathaus arbeiten. Sie sichern Fachwissen, Interessen der Wehr und Tageseinsatzbereitschaft.

Andreas Knoll, der bis zu den Ortswehrleiterwahlen im März auch noch der Schwerpunktfeuerwehr West vorsteht, will auf der Arbeit seines Vorgängers aufbauen. Dazu gehörten auch strukturelle Veränderungen, ließ er durchblicken, ohne schon auf Details einzugehen. Ein cleverer Schachzug dürfte ihm bei der Durchsetzung unpopulärer Maßnahmen helfen: Der neue Stadtwehrleiter hat keinen eigens gewählten Stellvertreter mehr. Bislang war das sein Bruder Uwe Knoll. Diesen Posten übernehmen künftig automatisch die Ortswehrleiter, sitzen damit wohl oder übel im selben Boot. Ganz im Sinne von Walther, der zum Abschied an den alten Leitspruch „Einer für alle, alle für einen“, erinnerte.

Von Ulrike Witt

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