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"Anspruchsvolle Zeitschiene"

"Anspruchsvolle Zeitschiene"

Großpösna. Der erste Baggerbiss für den künftigen 12,6 Hektar großen Segelhafen Grunaer Bucht ist gemacht. Bis Ende November werden am Störmthaler See die Voraussetzungen für die weitere Erschließung und den späteren Hochbau geschaffen.

Wenn alles klappt, könnten Wassersportler und andere Touristen ab Sommer 2013, spätestens aber 2014 Liegeplätze und Ferienhäuser nutzen.

„Es ist wunderschön, dass es endlich losgeht“, erklärte Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch. Im Beisein von Landrat Gerhard Gey (CDU), Mike Reichel, Projektmanager der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) sowie Planer Rüdiger Renno vom Büro Denk-Architekten legte sie am späten Mittwochnachmittag die Hebel im Baggerhaus um. „Der Bau der Hafenmauer ist die Grundlage, um mit dem Störmthaler See in den Gewässerverbund eintreten zu können“, betonte Lantzsch, die auch als Vorsitzende des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland sprach.

„Unser Ziel ist es, dass die erforderlichen Profilierungsarbeiten im Trockenen und damit kostengünstig ausgeführt werden“, sagte Reichel vom Projektträger LMBV. Gut drei Monate bleiben der Magdeburger Baufirma Hellmich daher nur für die Anlage des 400 Meter langen naturnahen Hafens, der sich im Randbereich des ehemaligen Tagebaus Espenhain befindet. Bereits im vierten Quartal rechnet die LMBV mit dem kritischen Wasserstand von 114,5 Metern über Normalnull. Noch liegt dieser bei 113,48. Gebaut wird die vier Meter hohe, bogenförmig verlaufende Hafenmauer nach dem Prinzip „bewehrte Erde“. Sie erhalte wasserseitig eine Verblendung aus Betonsteinen. Lagenweise eingearbeitete Geogitter ergänzen die Konstruktion. Vor Unterspülung werde die Seesohle vor der Hafenmauer durch eine 30 Zentimeter starke Steinaufschüttung geschützt, so die LMBV.

Erst in den vergangenen zwölf Monaten wurde der Grunaer Hafen neu, passend zum Image des „grünen“ Störmthaler Sees geplant. „Im Grunde schaffen wir jetzt, im noch unter Bergrecht stehenden Gelände, die künftigen Konturen des Gewässers im Bereich der Grunaer Bucht“, erläuterte Renno. Wie Lantzsch weiß er um die „anspruchsvolle Zeitschiene“. Schon im nächsten Frühjahr soll an gleicher Stelle die medientechnische Erschließung des Hinterlandes beginnen. Renno hat das Ziel 2013/14 fest im Blick: 120 Bootsliegeplätze im Wasser, bis zu 80 an Land. Hinzu kommen ein Surfstrand, Ferienhäuser, Gastronomie und eine Pension oder ein kleines Hotel. Nichts überdimensioniertes, sondern eine Bebauung, die sich harmonisch ins Bild des „grünen“ Sees einfüge.

„Ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken, die es ermöglicht haben, dass die Stellungnahmen für die wasserrechtliche Genehmigung pünktlich vorlagen“, sagte Lantzsch und hob die „gute Zusammenarbeit“ zwischen Landesdirektion Leipzig, Landratsamt Borna und der Gemeinde Großpösna hervor.

Die Baukosten belaufen sich nach Aussagen der LMBV auf 675 000 Euro, wobei die Finanzierung über Paragraf-4-Mittel zur Tagebausanierung erfolgt. Selbst stemmen muss Großpösna den Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent.

Ulrike Witt

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