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Markkleeberg Anwohner fürchten Verschärfung der Parksituation
Region Markkleeberg Anwohner fürchten Verschärfung der Parksituation
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07:00 29.11.2017
Auf der Freifläche neben dem „Markkleeberger Hof“ will die Noppi Immobilien sechs Mehrgeschosser bauen. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Das geplante Wohngebiet Amselweg sorgt unter den Anwohnern in Großstädteln für Unruhe. Die einen fürchten Baulärm und Dreck, die anderen eine Verschärfung der ohnehin angespannten Parksituation auf dem Krähenfeld. Und dann gibt es noch Bürger, die einfach nur Interesse an einer schicken neuen Wohnung mit Aufzug und Tiefgarage haben.

„Wir stehen noch ganz am Anfang. Sie können im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung Ihre Vorstellungen einbringen“, versuchte die Leiterin des Stadtplanungsamtes Heike Reckling, die Gemüter bei einer Informationsveranstaltung im „Markkleeberger Hof“ zu beruhigen. Wie berichtet, hatte der Stadtrat im März den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Wohngebiet Amselweg“ gefasst. Die Noppi Immobilien GmbH, hinter der die Wiesbadener Familie Brosius steht, will zwischen den Straßen Am Krähenfeld, Amselweg und der Städtelner Straße auf rund 6200 Quadratmetern sechs Mehrfamilienhäuser bauen. Mit 12,09 Meter Firsthöhe sollen diese niedriger als das benachbarte Hotel mit 12,80 Meter sein, dank Sattelgeschoss mit Flachdach trotzdem viergeschossig.

„Unser Ziel ist es, das Wohngebiet Krähenfeld mit zeitgemäßen Wohngebäuden zu vervollständigen“, erklärte Ansgar Kriesel im Auftrag von Noppi. Geplant seien insgesamt 69 Wohneinheiten, darunter drei Fünf-Raum-Wohnungen, acht Vier-Raum-Wohnungen, 40 Drei-Raum-Wohnungen und 18 Zwei-Raum-Wohnungen – alle altengerecht, mit Balkon oder Dachterrasse – und ausschließlich zur Miete. In der Tiefgarage – Zufahrt über die Straße Am Krähenfeld – werde es 90 Stellplätze für Bewohner geben, hinzu kämen acht oberirdische Stellplätze und weitere an der Straße – insgesamt 115.

Das reiche nie, meinten einige Anwohner sofort. Sie beschwerten sich auch gleich über Hotelgäste, die auf Anwohnerstellplätzen parkten, und über immer mehr Reisebusse im Viertel. Silvia Teuscher fragte, ob ein Bäcker oder ein Café in die Häuser einziehen werde. Prinzipiell sei dies im Mischgebiet zwar möglich, aber über den Bebauungsplan nicht zu regeln, erläuterte Reckling. Eine andere Frau regte an, einen Busstellplatz bei Marktkauf zu schaffen, um die Parksituation am Krähenfeld zu entschärfen.

In den nächsten Monaten werden jetzt die Träger öffentlicher Belange angehört, dann der eigentliche Entwurf erarbeitet und erneut ausgelegt. Mit dem Baustart rechnen Reckling und Kriesel nicht vor Mitte 2019.

Von Ulrike Witt

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