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Markkleeberg Archäologen leisten Vorarbeit für Dach und Turm
Region Markkleeberg Archäologen leisten Vorarbeit für Dach und Turm
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14:58 19.03.2018
Ein Blick in den Untergrund: Arndt Haubold, Sven Kretschmar und Thomas Westpahlen (v.l.) in der Kirchenruine. Quelle: Foto: André Kempner
Markkleeberg

„Diesen Blick in die Jahrhunderte werden wir so nicht wieder haben“, machte Pfarrer Arndt Haubold gestern vor dem geöffnetem Boden in der Fahrradkirche Zöbigker deutlich. Das Landesamt für Archäologie hatte in die Kirchenruine eingeladen.

„Das ist ein imposantes Backsteinmauerwerk, das in seiner Massivität heute einmalig im Leipziger Land ist“, betonte der Leiter der Archäologischen Denkmalpflege, Dr. Thomas Westphalen. Seit 2012 sind die Archäologen hier immer wieder zugange, haben Spuren möglicher Vorgängerbauten, Grüfte und Körpergräber des ehemaligen Friedhofs entdeckt. Der ganz große Fund war nicht dabei. „Wir haben auch nicht den Ehrgeiz, uns bis zu den Ursprüngen durchzugraben. Es geht um Untersuchungen für die geplanten Baumaßnahmen“, betonte Westphalen.

Wie berichtet, soll die 1942 infolge eines Orgelschadens ausgebrannte Dorfkirche als Freiluftkirche wieder erstehen. 2006 hatte die Kirchgemeinde Markkleeberg-West das erst diese Woche mit dem Bürgerpreis 2017 ausgezeichnete Projekt Fahrradkirche aus der Taufe gehoben. Ein Ort der Begegnung sollte es werden und ist es längst. Auch wenn der Bau noch lange nicht fertig ist. Nach der Stabilisierung der Grundmauern soll die Kirche im nächsten Jahr ein leichtes Zeltdach nach dem Entwurf des Leipziger Architekturbüros Weis & Volkmann bekommen. Bis 2024, zum 300. Jubiläum der Kees’schen Kirche, ein Turm das Projekt abrunden.

Als „Spagat zwischen was muss und was kann gemacht werden“ beschrieb Grabungsleiter Sven Kretschmar seine Arbeit. Bauplan und Statik bildeten die Vorgaben. Dabei habe sich beispielsweise gezeigt, dass der für den Turm vorgesehene Betonring nicht auf der südlichen Seite in den Boden eingelassen werden kann, weil Mauerwerk und Grüfte erhalten werden sollen. „Da müssen die Planer noch mal ran“, so Kretschmar.

Von Ulrike Witt

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