Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Architekturbüro setzt auf Erfahrung
Region Markkleeberg Architekturbüro setzt auf Erfahrung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:58 19.05.2015
Erfahrung zählt: Andrea Bachmann (re.) und Leonore Eichler. Quelle: André Kempner

"Wir vertrauen auf das Wissen und die Erfahrung der Älteren. Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen sind für uns entscheidend. Junge Leute, die frisch von der Uni kommen, sind zwar mit Theorie vollgestopft, aber die Praxis kennen sie nicht. Und das braucht ein paar Jahre, bis man so weit ist", erklärt Büroleiterin Andrea Bachmann, selbst 56 Jahre. Wie viele ihrer Kollegen sei sie aber im Büro alt geworden, fügt sie schmunzelnd hinzu.

Das Architekturbüro im Ring 9 wurde 1991 eröffnet, die heutige Niederlassung in Bad Hersfeld habe es bereits vor der Wende gegeben, erzählt Bachmann. Die zwölf Mitarbeiter in Markkleeberg sind schwerpunktmäßig für den Gewerbebau tätig, planen für Mineralölunternehmen wie Aral und Agip bundesweit Tankstellen, aber auch Industriebauten für VW, Siemens und die Baumarktkette Obi.

"Ältere gehen an Aufgaben ganz anders heran, sie sind strukturierter und gelassener. Die haut so schnell nichts um, selbst wenn es mal ganz dick kommt", weiß Bachmann. In diesem Jahr hat sie vier neue, meist vorher langzeitarbeitslose Leute eingestellt, darunter Sachbearbeiterinnen und einen Bauleiter - drei davon über 50 und alle von der Bundesagentur für Arbeit in Borna vermittelt. "Wenn es nach der Auftragslage ginge, könnten es sogar noch mehr werden, aber unser Büro lässt räumlich nicht mehr zu", betont sie.

Kollegiale Zusammenarbeit, fachliche Hilfestellung, gute Betreuung und Einweisung seien im Architekturbüro Beier selbstverständlich, sagt Bachmann. Dass die Firma fürs erste Jahr je nach Aufwand, beispielsweise Softwareschulungen, einen Einarbeitungszuschuss zwischen 30 und 40 Prozent erhält, helfe, sei aber nicht entscheidend. "Wer seine Sache gut macht, bekommt bei uns einen unbefristeten Vertrag", so die Chefin. Eine der Neuen ist die 59-jährige Leonore Eichler. Sie sagt: "Ich freue mich, wieder dazu zu gehören, gehe jeden Tag mit stolz geschwellter Brust zur Arbeit."

Die Urkunde des Jobcenters hat im Büro einen Ehrenplatz bekommen. "Für uns ist das eine tolle Anerkennung", sagt Bachmann strahlend.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.12.2014
Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für Frank Mirtschin, Prokurist des in Markkleeberg ansässigen Telekommunikationsdienstleisters Enviatel, ist der Besuch im Kinderheim "Völkerfreundschaft" in der Lößniger Straße kein Termin wie jeder andere.

19.05.2015

Kunst für Jedermann und zu jeder Zeit - Kunstautomaten machen es möglich. Vor über zehn Jahren haben der Potsdamer Galerist Lars Kaiser und der Automechaniker Andreas Petzke die Idee geboren.

19.05.2015

Freie Wähler und SPD wollen ein gutes halbes Jahr vor der Bürgermeisterwahl in Zwenkau ihr Profil schärfen. So sah es zumindest Donnerstag im Stadtrat aus. Dort scheiterten sie an der CDU-Mehrheit - und sich selbst.

19.05.2015
Anzeige