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Markkleeberg Auenhainer Graben fällt künftig in 13 Stufen in den Markkleeberger See
Region Markkleeberg Auenhainer Graben fällt künftig in 13 Stufen in den Markkleeberger See
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07:00 15.11.2017
Nur im unteren Bereich war der Zulauf bislang überhaupt erkennbar. Quelle: Foto: Kempner
Markkleeberg

Die Vorbereitungen laufen, Mitte des Monats geht es richtig los: Am Markkleeberger See wird ein bislang weitgehend verrohrter Zufluss offengelegt. In Kaskaden ähnlich denen, die aktuell am Störmthaler See gebaut werden, soll der künftige Auenhainer Graben die Böschung hinunter geführt werden.

Ganz so dolle wie am Nachbarsee werde es aber wohl nicht, schmunzelt Claus Mann von der Seebetriebsfirma EGW. Hauptsache für ihn sei auch eine gute und damit preiswerte Art der künftigen Bewirtschaftung des Auenhainer Grabens, erklärt er. Denn der sei aktuell nicht bewirtschaftungsfähig, führe zum Großteil verrohrt durch die Felder nahe dem Feriendorf Seepark Auenhain zum See hinunter. Nur im unteren Bereich ist der Graben geöffnet – aktuell allerdings komplett zugewuchert.

Wie so viele Entwässerungsgräben falle auch der Auenhainer im Sommer mitunter trocken, führe dann kein Wasser, so Mann. Nach Starkregenereignissen sei es dann das krasse Gegenteil. Jetzt müsse es darum gehen, diese Vorflut ordnungsgemäß an den See anzubinden, ohne dort einen reißenden Bach entstehen zu lassen.

Nur im unteren Bereich war der Zulauf bislang überhaupt erkennbar. Quelle: Kempner

Verpflichtet dazu sind die Tagebausanierer der bundeseigenen Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgellschaft (LMBV). Die haben im Vorfeld von April bis Oktober die im Böschungsbereich vorkommenden Zauneidechsen gefangen und umgesiedelt. Ausbau und Einbindung des Auenhainer Grabens in den Markkleeberger See würden nun ab Mitte des Monats auf einer Länge von insgesamt 618 Metern erfolgen, so Sprecherin Claudia Hermann. Teilweise auf einer Ackerfläche und teilweise im Böschungsbereich des Markkleeberger Sees werde die Trasse verlaufen.

Insgesamt müsse dabei der Graben einen Höhenunterschied von 29 Metern überwinden. Auf dem Acker ist ein sehr geringes Gefälle vorgesehen mit einem rasenbesetzten Graben von 50 Zentimeter Sohlbreite. Im Hangbereich sieht es anders aus: Dort solle der Graben eine Sohlbreite von zirka einem Meter haben und er werde „mit vollverklammerten Wasserbausteinen gegen Erosion gesichert“, versprechen die Bauherren. Um die Wasserbausteine besser befestigen zu können, werde zudem das Erdreich darunter 30 Zentimeter tief ausgetauscht. „Zur Überwindung des Höhenunterschiedes werden außerdem Kaskaden angeordnet, die neben der Energieumwandlung gleichzeitig der Sauerstoffanreicherung des Grabenwassers dienen“, so Sprecherin Hermann. Laut Baubeschreibung sollen es 13 Gefällestufen sein, bei einem Höhenunterschied von weniger als 29 Metern. Zum Vergleich: Am Störmthaler See sind 35 Meter nach unten zu überwinden, fällt der Schlumperbach zehnmal bis zu zwei Meter tief.

Wege würden mit Durchlässen gequert, im Gewässerrandbereich würden noch Gehölze zur Beschattung des Gewässers gepflanzt, ergänzen die LMBV ihre Beschreibung. Ende Mai soll der Bau fertig sein.

Der Auenhainer Graben ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem selbstregulierenden Gewässer. Dazu gehöre auch die Frage des Ablaufes, erinnerte Mann an die Pläne eines schiffbaren Kanals in Richtung Pleiße.

Von Jörg ter vehn

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