Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Auf der Jagd nach Diamanten
Region Markkleeberg Auf der Jagd nach Diamanten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:58 25.07.2011
Eldorado für Geocacher: Andreas Hannusch will mehr Touristen an den Zwenkauer See locken. Quelle: André Kempner
Anzeige
Zwenkau

Auch in Zwenkau können Geocacher, also Schatzsucher, auf die Jagd gehen. Rund 30 Kästchen, Kisten und Dosen warten darauf, gefunden zu werden. Nun wollen Andreas und Mandy Hannusch noch mehr Schätze vergraben, an Bäume hängen, in Spalten stecken und in Gewässern versenken, um viele Touristen zu locken.

„Geocaching ist der beste Weg, neu entstandene Natur zu entdecken und auch noch etwas zu lernen“, sagt Andreas Hannusch, der mit seiner Frau seit sechs Jahren regelmäßig Schätze jagt. Voraussetzung seien ein GPS-Gerät, das einen zu den angegebenen Koordinaten führt, eine Taschenlampe, Wanderschuhe und lauffreudige Füße. Und ein Stift gehört zur Ausrüstung, denn hat man einen Schatz gefunden, muss sich der Finder in das Logbuch eintragen. Ebenso unverzichtbar – nach erfolgreicher abenteuerlicher Suche ein Beweisfoto machen.

Die technisch unterstützte Schatzsuche ist etwas für die ganze Familie. Allerdings gibt es auch da Grenzen. Es sei denn, Kind und Oma haben die Bergsteigerausrüstung parat und beherrschen das Tauchen. Denn Geocaching hat verschiedene Schwierigkeitsstufen. Stufe eins ist eventuell mit den besten Sonntagsschuhen zu bewältigen, bei Stufe fünf sollte man durchaus schwindelfrei, ohne Höhenangst und im Umgang mit der Sauerstoffflasche geübt sein.

In Zwenkau kann es auch schon recht schwer werden. Nicht nur vom Weg her, sondern auch, was die Lösung betrifft. Da sind dann unterwegs Rätsel zu knacken, Fragen zu beantworten und neue Koordinaten zu suchen. „Dabei lernt man unglaublich viel“, sagt Hannusch. Über die Geschichte des Sees, über die geologische Beschaffenheit und die Biologie. Was ihn besonders an diesem Hobby fasziniert: „Die Schatzsuche ist die beste Möglichkeit, Stubenhocker aus der Wohnung zu locken.“ Zwar bereite man sich im Internet vor, wähle einen Standort aus, gebe die Koordinaten ins GPS-Gerät ein und löse eventuell vorher ein Rätsel. Doch die richtige Suche beginnt erst draußen. Der Weg liefert immer wieder Hinweise zum Versteck. Mit Hilfe von Schautafeln an den Strecken lassen sich aus den Antworten neue Koordinaten ablesen.

Das Ziel ist meist eine kleine Kiste, in der allerlei Krimskrams zu finden ist. Überraschungseier, Schlüsselanhänger, Murmeln oder Modeschmuck. Wer sich etwas mitnehmen möchte, muss ein anderes Teil hineinlegen. Und wer Glück hat, findet sogar eine Original-DVD oder CD. Unter Geocachern beliebte Tauschobjekte. Die Schatzsuche beginnt im Internet unter www.geocaching.com, www.geocache-leipzig.de und geoclub.de.

Julia Tonne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Melanie und Marcel Bender sind die verrücktesten Belantis-Fans. Bis zu 30 Mal im Jahr besuchen die 29- und der 31-Jährige den Freizeitpark bei Leipzig. Am Sonntag ging nun ein großer Traum in Erfüllung.

13.07.2017

Autofahrer sollten derzeit den Zwenkauer Ortsteil Löbschütz weiträumig umfahren. Grund ist die Sanierung der Bundesstraße 2. Der für die Unterhaltung zuständige Landkreis Leipzig hat eine Firma mit dem Austausch der verschlissenen Deckschicht beauftragt.

24.07.2011

Die Markkleeberger Ranaboot GmbH bietet an diesem Wochenende Fahrten mit dem Leipzig-Boot an. Wer den vor rund einer Woche eröffneten Kurs 1 (die LVZ berichtete) kennenlernen möchte, sollte die Möglichkeit nutzen.

19.07.2011
Anzeige