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Aus Vier mach Zwei: Weniger Schulbezirke sollen Raumnot beheben

Stadtrat Markkleeberg Aus Vier mach Zwei: Weniger Schulbezirke sollen Raumnot beheben

Not macht erfinderisch: Weil die Grundschulen Markkleeberg-Mitte und Großstädteln aus allen Nähten platzen, in Markkleeberg-West aber noch Kapazitäten frei sind, wird es ab dem Schuljahr 2018/19 nur noch zwei statt der aktuell vier Schulbezirke in Markkleeberg geben. Das hat der Stadtrat mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Die Grundschule West ist die größte der vier Markkleeberger Grundschulen. In vier Zügen lernen hier rund 370 Schüler.


Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Not macht erfinderisch: Weil die Grundschulen Markkleeberg-Mitte und Großstädteln aus allen Nähten platzen, in Markkleeberg-West aber noch Kapazitäten frei sind, wird es ab dem Schuljahr 2018/19 nur noch zwei statt der aktuell vier Schulbezirke in Markkleeberg geben. Das hat der Stadtrat mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Bislang entspricht jede der vier Markkleeberger Grundschulen einem Schulbezirk. Dies führte laut Stadtverwaltung dazu, dass in einigen Fällen mehr Klassen pro Jahrgang gebildet werden mussten, als es die Zügigkeit gemäß Schulnetzplanung vorsieht. In Markkleeberg-West seien das vier Züge, sprich Klassen pro Jahrgang, sonst je zwei. Dadurch komme es häufig zu weit unter dem Klassenteiler von maximal 28 Schülern liegenden Klassenstärken. Da die Schulhäuser an der Zügigkeit ausgelegt sind, fehlten bei einem höheren Bedarf die Räumlichkeiten. Und Interimslösungen sind teuer.

„Wir haben uns schon länger mit der Frage befasst, ob wir eine neue Grundschule brauchen“, sagte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) in der Stadtratssitzung. Die Sächsische Bildungsagentur als Schulaufsichtsbehörde sehe dafür nach der reinen Schülerzahl jedoch keinen Ansatz. Vielmehr habe sie eine Umverteilung der Grundschüler durch neue Schulbezirke empfohlen. Damit könnten Klassenstärken optimiert, die Raumnot behoben und dem akuten Lehrermangel entgegen gewirkt werden, berichtete der Oberbürgermeister.

Die zwei Schulbezirke sehen so aus: Im ersten ist allein die Grundschule Markkleeberg-Ost, ob ihrer geografischen Randlage und der Tatsache, dass hier in den nächsten fünf Jahren jeweils zwei erste Klassen ausreichen. Im zweiten sind die Grundschulen Markkleeberg-Mitte, -West und Großstädteln zusammengefasst. Anhand der prognostizierten Schülerzahlen würden in den nächsten fünf Jahren in diesem Schulbezirk jeweils sieben Einschulungsklassen erwartet. Bei acht möglichen ersten Klassen gebe es noch eine Reserve für den nicht genau vorhersehbaren Bevölkerungszuwachs, eventuelle Wiederholer und die eigentlich in Leipzig zu beschulenden Kinder aus dem Wolfswinkel, die in der Regel auf Antrag in den Markkleeberger Grundschulen lernen, hieß es in der Vorlage.

Im anstehenden Schuljahr 2017/18 wird es in den drei Schulen des künftigen Schulbezirks 2 noch mal richtig eng: In Großstädteln muss beispielsweise der alte Musikraum unterm Dach wieder als Unterrichtsraum genutzt werden. Insgesamt zehn erste Klassen starten – je drei in Mitte und Großstädteln, vier in West. Im Schuljahr drauf soll die neue Regelung dann Entlastung schaffen. Für die Stadt finanziell, weil Kosten für die Möblierung von Ausweichräumen wegfallen.

„Nicht jedes Kind wird künftig seine Wunschschule besuchen können, aber keines wird zwangsweise irgendwohin geschickt. Wir werden Auswahlkriterien aufstellen und versuchen, auf Wünsche einzugehen“, kündigte Schütze an. CDU-Stadtrat Christian Funke bat, insbesondere Geschwisterkinder und Wege zu berücksichtigen und die Entwicklung generell im Auge zu behalten. Ansonsten sei es eine vernünftige Lösung waren sich die Fraktionen weitgehend einig.

Von Ulrike Witt

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