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Aus den Schatullen eines Kunstsammlers

Aus den Schatullen eines Kunstsammlers

Großpösna. Ein Sammler öffnet seine Schatzkammer: Der Großpösnaer Bodo Pientka präsentiert derzeit im örtlichen Rathaus grafische Arbeiten von Max Klinger (1857 bis 1920).

Klinger gilt als einer der herausragendsten Künstler seiner Zeit und als großer Sohn der Messestadt Leipzig.

Pientka beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit der Kunst um 1900, an Max Klinger führt da natürlich kein Weg vorbei. „Von ihm besitze ich 50 Arbeiten“, berichtet er. Und die sollen nicht im Verborgenen bleiben, Werke aus seiner Sammlung hat er schon für mehrere Ausstellungen zur Verfügung gestellt. Auch zur großen Klinger-Schau im Leipziger  Museum der bildenden Künste vor drei Jahren war Pientka Leihgeber. Seine Beschäftigung mit der Welt der Kunst beschränkt er jedoch nicht aufs buchstäbliche „stille Kämmerlein“. So schrieb er ein maßgebliches Werk über den Jugendstil in Leipzig, vor drei Jahren erschien sein mit Stefan W. Schwarz verfasstes Buch über Paul Möbius (1866 bis 1907), einen begnadeten Leipziger Architekten. Das nächste hat er bereits in Arbeit, auch das hat schon vor seinem Erscheinen das Zeug zu einem Standardwerk. Pientka: „Ich werde ein Buch über den Maler und Grafiker Otto Greiner schreiben.“ Das hat einen ganz besonderen Grund – Pientka besitzt die wohl größte private Sammlung mit Werken des 1869 in Leipzig geborenen Künstlers. Wer das Buch lesen will, muss sich jedoch noch ein paar Jahre gedulden. „Es soll 2016 zum 100. Todestag Greiners erscheinen.“ Eine Lücke wird es auf jeden Fall schließen: Die letzte Veröffentlichung zu diesem Thema erschien in den Zwanzigerjahren. Keine Frage, dass der 55-jährige Pientka auch Werke dieses Künstlers der Öffentlichkeit präsentieren will. „In den nächsten Jahren werden in Großpösna weitere Ausstellungen folgen“, kündigt er an.

Pientka gründete die frühere Arbeitsgruppe Jugendstil in Leipzig und ist dort zudem als ehrenamtlicher Denkmalpfleger tätig. Vizechef der Paul-Benndorf-Gesellschaft ist er obendrein. Angesichts seines immensen Fachwissens verwundert es, dass die Beschäftigung mit Kunst und Kultur für Pientka nur ein Hobby ist. Seine Brötchen verdient er als Diplomingenieur für Gastechnik bei einem Energieversorger.

Bert Endruszeit

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