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Markkleeberg Ausbau der Ortsdurchfahrt von Güldengossa beginnt im März
Region Markkleeberg Ausbau der Ortsdurchfahrt von Güldengossa beginnt im März
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07:00 15.02.2017
Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig lassen entlang der Ortsdurchfahrt bereits ihr Leitungsnetz erneuern. Quelle: Foto: Andre Kempner
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Grosspösna

Es kann losgehen: Der Bau- und Vergabeausschuss des Landkreises hat jetzt grünes Licht gegeben für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Güldengossa. Im März sollen die Arbeiten starten, die rund 700 000 Euro preiswerter werden, als von den Planern geschätzt.

Zehn Firmen hatten sich die Ausschreibung schicken lassen, vier von ihnen ein Gebot abgegeben. Den Zuschlag erteilte der Ausschuss vorige Woche an die Firma GP Verkehrswegebau aus Halle. Mit ihrem Angebot über gut 2,7 Millionen Euro lag sie deutlich unter den Kosten, die das beauftragte Planungsbüro des Kreises geschätzt hatte. Das Unternehmen habe im Auftrag des Kreises aber bereits mehrfach Straßenbaumaßnahmen „in qualitäts- und termingerechter Form ausgeführt“, heißt es zur Begründung.

Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) begrüßt den Beschluss außerordentlich. „Wir freuen uns riesig, dass der Kreis jetzt beginnt, nachdem die Kommunalen Wasserwerke Leipzig bereits ihre Leitungen verlegt haben“, sagt sie.

An dem Vorhaben hätten die Zuständigen von Kreis, Gemeinde und Bergbausanierung seit Jahren gearbeitet, vieles sei im Vorfeld zu klären gewesen. So habe die Gemeinde noch die Oberflächenentwässerung gebaut, auch die Frage des Radweges mit dem Kreis geklärt, sich auch für den Bau einer Buswendeschleife stark gemacht. „Es hat alles lange gedauert, aber ich glaube, alle sind jetzt zufrieden“, so Lantzsch.

Insgesamt umfasst der Ausbau der so genannten K 7923 genau 1964 Meter zwischen dem Anschluss an Auenhain im Westen und der Autobahnmeisterei und der neuen Störmthaler Umgehungsstraße im Osten. Die Linienführung der 985 Meter langen Straße im Ort selber bleibe unverändert, die Fahrbahnbreite werde sechs Meter betragen, Einmündungen und Grundstückszufahrten würden ausgebaut, es entstehe ein im Mittel zwei Meter breiter einseitiger Gehweg, heißt es in der Baubeschreibung. Die Straße außerhalb der Ortschaft sei 979 Meter lang, werde mit 6,50 Meter 50 Zentimeter breiter und insgesamt leicht nach Norden verschoben. Dadurch werde der Bau eines 2,50 Meter breiten Radwegs ermöglicht, ohne die südlich der Straße vorhandene Baumreihe fällen zu müssen, erläutert der Kreis das Bauvorhaben. Die Alleebäume waren vor Jahren gepflanzt worden.

Gesperrt ist die Ortsdurchfahrt wegen der Arbeiten der KWL schon seit längerem. An der Straße gebaut werden soll nun ab März in sechs Abschnitten und mit jeweils angepassten lokalen Verkehrsführungen. Das Ende der Baumaßnahme ist avisiert mit Dezember 2018. Selbst an die im Frühjahr zum nahen Gewässer anwandernden Frösche musste gedacht werden: Eigens für sie sollen während der Bauzeit „Amphibiensperreinrichtungen“ errichtet werden.

Dem Ausbau war ein langwieriges Planverfahren vorausgegangen. Unter anderem mit der viel zu schmalen Fahrbahn und Problemen beim Busverkehr hatte die Landesdirektion im Mai 2015 den Ausbau der Ortsdurchfahrt begründet.

Der Kreis erhält für die Maßnahme eine 80-prozentige Förderung durch den Freistaat. Weitere zehn Prozent werden über das Verwaltungsabkommen der Braunkohlesanierung beigesteuert.

Von Jörg ter Vehn

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