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Autobahnmeisterei Leipzig: Schon mehr Salz gestreut als im Vorjahreswinter

Autobahnmeisterei Leipzig: Schon mehr Salz gestreut als im Vorjahreswinter

Großpösna/Leipzig. Die Autobahnmeisterei Leipzig mit Sitz in Störmthal hat in diesem Winter bis jetzt schon mehr als doppelt soviel Salz und Sole verbraucht wie im vorigen Winter.

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Gut gerüstet: Staatssekretär Roland Werner (links) lässt sich von Autobahnmeisterei-Chef Timo Krepel die Räumvorrichtung erklären.

Quelle: André Kempner

Das erklärte gestern der Leiter der Autobahnmeisterei Timo Krepel anlässlich eines Besuchs von Roland Werner, dem zuständigen Staatssekretär für Verkehr, in Störmthal.

Allein in den letzten 24 Stunden seien 68 Tonnen Salz verbraucht worden, sagte Krepel gestern Mittag. Der vergleichsweise hohe Verbrauch - obwohl die meisten Autofahrer im Raum Leipzig kaum Schnee gesehen haben dürften - liege in der besonders schwierigen und gefährlichen Witterungslage rund um den Gefrierpunkt begründet. Da werde vorsorglich gestreut, so Krepel. "Wenn wir erst Glatteis beseitigen müssen, ist es eigentlich schon zu spät", begründete der für den Straßenunterhalt zuständige Abteilungsleiter im Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), Mathias Wagner die Regelung.

Von Störmthal aus werden die A 14 vom Autobahnkreuz Schkeuditz bis zum Dreieck Parthenaue und die A 38 hinunter bis zur Landesgrenze in vier Räumschleifen befahrbar gehalten. Das seien genau 73 laufende Autobahnkilometer, so Krepel. Die maximale Durchfahrzeit betrage zweieinhalb bis drei Stunden. Dann könne wieder von vorn begonnen werden. 60 bis 70 Tonnen Salz pro Wintertag seien normal, "aber auch 300 Tonnen sind keine Seltenheit", erklärte der Straßenmeister. Insgesamt 24 Mitarbeiter stünden für den Winterdienst rund um die Uhr zur Verfügung.

Dieser Winter habe Ende Oktober früh begonnen, erläuterte Wagner. Bislang sei er relativ normal. Gegenüber dem milden Winter im Vorjahr, bei dem sachsenweit 18000 Tonnen Salz verbraucht wurden, schlage aber der frühere Anfang durch. Bis jetzt seien im Freistaat 25000 Tonnen Salz verbraucht worden.

Den bislang härtesten Winterdienst erlebten die Mitarbeiter der sieben sächsischen Autobahnmeistereien 2010/11. Da wurden insgesamt 46 000 Tonnen Salz gestreut, Kosten: rund 8,2Millionen Euro. "In dem Jahr haben wir unsere Halle dreimal leergemacht", erinnerte sich Krepel. Und das Lager in Störmthal umfasse immerhin 1200 Tonnen Salz.

Staatssekretär Werner zog insgesamt eine positive Zwischenbilanz des Winterdienstes in Sachsen in diesem Jahr und dankte den Mitarbeitern aller Autobahnmeistereien für ihre hohe Einsatzbereitschaft. "Wir sind auch für eine länger anhaltende Frostperiode gut gerüstet", so der Staatssekretär. Die sächsischen Autobahnmeistereien hätten die lauen Temperaturen von Mitte Dezember bis Anfang Januar genutzt, um die Salzlager wieder aufzufüllen.

Für die Autobahnen lagern in Sachsen insgesamt 17200 Tonnen Salz in den sieben Betriebshöfen und in einigen dezentralen Lagern wie etwa am Schkeuditzer Kreuz. Dazu gebe es eine Landesreserve von 3000 Tonnen in Döbeln, so Wagner. Und der Freistaat habe Zugriff auf 8000 Tonnen der nationalen Streusalzreserve von 40000 Tonnen, die nach dem harten Winter 2010/11 in Magdeburg für die neuen Länder eingerichtet worden sei. Damals war bundesweit das Streusalz knapp geworden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.02.2013

Jörg ter Vehn

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