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Autos von Zug erfasst: Rettungskräfte proben bei Übung in Markkleeberg den Ernstfall

Autos von Zug erfasst: Rettungskräfte proben bei Übung in Markkleeberg den Ernstfall

Der Autofahrer hatte keine Chance: Noch kurz vor dem Zug wollte er am Sonntagmorgen das Gleis am Markkleeberger Equipagenweg passieren, doch das Unglück nahm seinen Lauf.

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Katastrophenschutzübung in Markkleeberg: Rettungskräfte simulieren am Sonntagmorgen ein Zugunglück am Bahnübergang Equipagenweg.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Der Triebwagen knallte auf das Auto, zwei weitere Fahrzeuge wurden beiseite geschleudert. Hinter dem erschütterndem Szenario steckte eine Katastrophenschutzübung, mit der das Zusammenspiel der verschiedenen Rettungskräfte geprobt werden sollte.

Wer am Sonntag zufällig am Bahnübergang Equipagenweg vorbeikam, sah sich plötzlich inmitten von zahllosen Feuerwehrleuten und anderen Rettungskräften. Knappe Kommandos der Einsatzleiter hallten durchs Gelände, Verletzte wimmerten. Ein sehr realistisches Bild – nur mittendrin waren immer wieder Leute mit Warnwesten und Schreibblöcken zu sehen. Kein Wunder, sollte diese aufwändige Einsatzübung doch genauestens dokumentiert werden. „Wir sind der Bahn sehr dankbar, dass wir heute diese Strecke für unsere Übung nutzen durften", so Julian Rossig von den Johannitern, unter deren Federführung das Großereignis organisiert wurde. Eigens für die Übung verwandelte sich der sonst nur für Fußgänger vorgesehene Übergang in eine ganz normale Straße.

Getestet wurde unter anderem, wie schnell die Einsatzkräfte vor Ort sein können. Ein Notruf ging dafür von einem Bahnpassagier zur Leitstelle, zudem drückte der Lokführer seinen Notfallknopf. „Innerhalb der vorgeschriebenen acht Minuten war der Rettungsdienst vor Ort", freute sich Rossig. „Und ich finde es sensationell, wie schnell Markkleebergs Freiwillige Feuerwehr eintraf."

Doch bevor die Helfer aufs Gleis durften, musste der Fahrstrom abgestellt werden. Denn zum Unfallszenario gehörte auch eine gerissene Oberleitung. „Ein Betreten der Schienen ist in so einem Fall lebensgefährlich", betont Chris Hobusch, Notfallmanager der Deutschen Bahn. Mit Blaulicht kam er zur Unfallstelle gerast, ließ über Funk den Strom abschalten und erdete anschließend die Oberleitung. Dafür hat er eine so genannte Erdungsgarnitur im Kofferraum. Eine Arbeit, die ihre Zeit braucht: Erst 20 Minuten nach Hobuschs Eintreffen durften die Rettungskräfte an den Zug und zu den beschädigten Autos. Immerhin 20 Verletzte mussten herausgeholt werden. Rund anderthalb Stunden nach dem Zusammenstoß waren schließlich alle von ihnen versorgt.

Gespielt wurden die Verletzten größtenteils von angehenden Rettungsassistenten der Johanniter. „Die wissen genau, wie sich Betroffene im Ernstfall verhalten", so Rossig. „Die Situation hier wirkt dadurch sehr realistisch."

Mit dem Ablauf zeigte sich Uwe Zieger von der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg sehr zufrieden. „Alles entsprach unseren Vorstellungen. Es gab natürlich auch einige Überraschungen, doch deshalb wird so etwas ja auch geprobt."

Bert Endruszeit

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