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Markkleeberg Awo-Behindertenwerkstatt ist ins Gewerbegebiet Großstädteln umgezogen
Region Markkleeberg Awo-Behindertenwerkstatt ist ins Gewerbegebiet Großstädteln umgezogen
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14:05 19.05.2015
Der Innenhof der neuen Awo-Behindertenwerkstatt im Gewerbegebiet Großstädteln bietet Möglichkeiten zum Entspannen. Quelle: André Kempner

"Die Bedingungen haben sich um 1000 Prozent verbessert. Der Arbeits- und Lagerbereich, die sanitären Einrichtungen kein Vergleich zur Hauptstraße 101. Jetzt haben wir wirklich ideale Voraussetzungen für die fachliche Arbeit", schwärmte gestern Udo Richter, Chef der insgesamt fünf Awo-Werkstätten in der Region Leipzig, beim Rundgang. Bislang war die Werkstatt, die sich in die Produktion, den Berufsbildungsbereich sowie den Förder- und Betreuungsbereich untergliedert, in der dritten Etage im Bürohaus an der Seenallee untergebracht. Nun sind die derzeit 91 Schützlinge und die 15 Fachkräfte, keine 500 Meter vom alten Standort entfernt, in freundlichen, modern eingerichteten Räumen tätig. Der Innenhof und Terrassen eröffnen in dem Flachbau ganz neue Möglichkeiten für Beschäftigung und Pausengestaltung.

Einziges Manko: "Das Außengelände hätte größer sein können, aber so was ist in Markkleeberg nicht zu haben und schon gar nicht in unmittelbarer Nähe. Schließlich wollten wir unseren Behinderten keine allzu große Umstellung zumuten", erklärte Jürgen Herrn, Geschäftsführer des Betreibers Awo Senioren- und Sozialzentrum Sachsen-West gGmbH. Er sei froh, dass der Bau trotz des harten Winters 2012/13 ohne größere Probleme über die Bühne gegangen ist. "Wir standen ziemlich unter zeitlichem Druck seitens der Fördermittelgeber", gestand Herrn. Andererseits habe die Awo auch schnellstmöglich ihr letztes teures Mietobjekt in der Hauptstraße verlassen wollen. Deshalb sei auch noch nicht alles fertig, so müsse der Empfangstresen noch komplettiert werden und hier und da fehlten auch noch einzelne Maschinen.

Für die Behinderten, wie Christine Weigel, kein Problem: "Mir gefällt es, hier ist es nicht so laut wie in der Hauptstraße", sagte die junge Frau strahlend. Ein Eindruck, den der Markkleeberger Werkstattleiter Dieter Schumann bestätigen kann: "Die Leute nehmen die Werkstatt gut an, sie fühlen sich wohl."

Voraussichtlich Mitte Oktober will Herrn zu einem Tag der offenen Tür in die neue Behindertenwerkstatt einladen und das rund vier Millionen Euro teure Objekt der Öffentlichkeit, aber auch den Fördermittelgebern Freistaat Sachsen sowie Stadt Leipzig und Landkreis Leipzig vorstellen. Das Haus bietet übrigens insgesamt 102 Plätze, 90 davon im Arbeits- und Berufsbildungsbereich mit den Schwerpunkten Metall und Holz, zwölf im Förder- und Betreuungsbereich für Mehrfachbehinderte. "Wir haben noch freie Kapazitäten", betonte Richter gestern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2014
Ulrike Witt

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