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Markkleeberg Backhaus Hennig baut Produktion in Rüssen-Kleinstorkwitz weiter aus
Region Markkleeberg Backhaus Hennig baut Produktion in Rüssen-Kleinstorkwitz weiter aus
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07:00 05.08.2016
Auf gutes Gelingen: Jens Hennig (r.) und Frank Brückner stoßen am Donnerstag beim Richtfest für den Anbau an. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Im Backhaus Hennig wurde gestern wieder mal Richtfest gefeiert – das dritte seit dem Umzug von Pegau nach Rüssen-Kleinstorkwitz im Jahr 2007. Nach der Erweiterung des Sozialtraktes 2010, der Brot- und Blätterteiglinie 2012 wird nun die Feinbäckerei ausgebaut. Zudem entstehen neue Büros. Das Investitionsvolumen beläuft sich diesmal auf rund 1,5 Millionen Euro. Insgesamt hat Geschäftsführer Jens Hennig in den vergangenen Jahren allein rund 20 Millionen in den Ausbau der Produktionsstätte gesteckt.

„Ich habe erst überlegt, ob wir bei so einem kleinen Anbau überhaupt ein Richtfest feiern sollen, aber ich bin sehr abergläubig und sehr traditionell eingestellt“, gestand er schmunzelnd. Jens Hennig, 53, führt das 1913 als kleine Bäckerei in Pegau gegründete Familienunternehmen in vierter und fünfter Generation gemeinsam mit Sohn Martin, 31. In luftiger Höhe schlug der Vater am Nachmittag symbolisch den letzten Nagel in die Dachkonstruktion und dankte den Bauleuten, allen voran Frank Brückner von der gleichnamigen Zimmerei- und Dachdeckerfirma aus Pegau, die sehr gute Arbeit leisteten. „Wir scharren schon mit den Hufen, dass wir den Anbau wie geplant Ende des Jahres nach dann gut acht Monaten Bauzeit in Betrieb nehmen können“, sagte Jens Hennig.

Denn das Backhaus sei schon wieder an der Kapazitätsgrenze angekommen. Täglich werden rund 150 000 Brötchen, 15 000 Brote, 25 000 Stück Kuchen und Feingebäck sowie unzählige Torten in Rüssen-Kleinstorkwitz hergestellt und nehmen über die Bundesstraße 2 den Weg in inzwischen 70 Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Vor vier Jahren waren es noch 50 Filialen“, erzählte Martin Hennig. Gestiegen sei im gleichen Zeitraum auch die Zahl der Mitarbeiter von 500 auf 700. Beinah explodiert ist seit 2007 der Umsatz: Der lag damals bei elf Millionen. Im laufenden Jahr würden 40 Millionen Euro angepeilt, verriet der Juniorchef strahlend.

„Unser Wachstum basiert auf sehr gesunden Füßen. Wir erweitern nicht auf Teufel komm raus“, versicherte Jens Hennig. Auch wenn schon mit Hochdruck an der Eröffnung der 71. Filiale im November in Wurzen gearbeitet werde und bei bislang „nur“ 13 Filialen in Leipzig durchaus noch Entwicklungspotenzial bestehe, würden die Bestandsfilialen nicht aus den Augen verloren.

Arbeit gibt das Backhaus Hennig weiterhin nicht nur Bäckern, Konditoren, Köchen und Verkäufern, sondern auch Bauplanern. „Der Anbau an der Stirnseite jetzt ist garantiert nicht der letzte“, verkündete Jens Hennig beim Richtfest zufrieden lächelnd. Voraussichtlich Ende 2017/Anfang 2018 solle auf der Rückseite des Gebäudes ein weiterer Anbau errichtet werden. „Dort wird der Hygienebereich mit der Spülküche einziehen. Dadurch bekommen wir im Haupthaus mehr Platz für Lager und Versand“, erläuterte Jens Hennig. Nicht umsonst laute sein Motto „Stillstand bedeutet Rückschritt“. Neben den Bauleuten dankte er auch dem Landkreis Leipzig und der Stadt Zwenkau „für die hervorragende Unterstützung“ bei allen Vorhaben.

Von Ulrike Witt

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