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Markkleeberg Backhaus Hennig soll Erlebnisdorf werden
Region Markkleeberg Backhaus Hennig soll Erlebnisdorf werden
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09:50 29.06.2017
Firmenchef Jens Hennig hat große Pläne für sein Backhaus in Rüssen-Kleinstorkwitz.   Quelle: LVZ
Zwenkau

 Groß, größer, Backhaus Hennig: Es sieht ganz danach aus, dass das Rüssener Unternehmen erneut expandieren kann. Der Zwenkauer Stadtrat hat den Vorentwurf für den Bebauungsplan Nr. 36 „Sondergebiet Tourismus und Gewerbe der Backhaus Hennig GmbH in Rüssen-Kleinstorkwitz“ Ende vergangener Woche einstimmig verabschiedet. Einzig die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Heike Oehlert, enthielt sich der Stimme.

Wie berichtet, will Firmenchef Jens Hennig nach zwei Anbauten in den letzten fünf Jahren aus dem Backhaus nun ein Erlebnisdorf á la Karls Erdbeerhof machen. Das Unternehmen soll entlang der Bundesstraße 2 in Richtung Löbschütz kräftig wachsen. Geplant sei eine Erlebnisbäckerei, in der saisonal regionale Produkte vermarktet werden. Konkret sind laut Aufstellungsbeschluss vom März eine Schokoladenmanufaktur, eine Kaffeerösterei sowie Spiel- und Eventflächen für Workshops vorgesehen. Zudem will Hennig einen Internethandel aufbauen und weitere beziehungsweise an anderer Stelle ersatzweise Parkplätze für Mitarbeiter und Besucher schaffen.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) habe bereits grünes Licht für eine zweite Zufahrt von der B 2 gegeben, erklärte Bauamtsleiterin Steffi Gebauer den Stadträten. Festgelegt seien im Umweltbericht schon die Ersatzpflanzungen für die wegfallenden Grünflächen, so unter anderem in Imnitz sowie eine Streuobstwiese und Hecken im Ortsteil Rüssen-Kleinstorkwitz selbst.

„Grundsätzlich habe ich nichts gegen diese Entwicklung, ich sehe nur Probleme bei der verkehrlichen Erschließung“, begründete Oehlert ihre Enthaltung. Ein Thema, das auch Marco Herrmuth von den Linken und Thomas Scharf von den Freien Wählern umtreibt. Der eine sorgte sich wegen einer Sperrung der B 2 während der Bauphase, der andere erinnerte an die Parkplatznöte beim Backhausfest.

Eine komplette B 2-Sperrung werde es nicht geben können, meinte Gebauer. Die Anbindung werde im Zuge des geplanten Straßenausbaus, wahrscheinlich mit einer einspurigen Umfahrung erfolgen. Jens Hennig versicherte den Räten, bei Events künftig mit einem Shuttleservice Entlastung zu schaffen.
 

Von Ulrike Witt

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