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Markkleeberg Baugebiet am Hopfenberg vor Neustart
Region Markkleeberg Baugebiet am Hopfenberg vor Neustart
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07:00 29.09.2017
Die Erschließung sollte Ende des Jahres fertig sein, ruht aber jetzt. Quelle: Foto: A. Kempner
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Grosspösna

Es ist passiert: Nach etlichen Querelen (die LVZ berichtete) haben sich Investor und Tiefbaufirma im Neubaugebiet „Am Hopfenberg“ in Großpösna getrennt. Mitte Oktober soll die Erschließung nun weiter gehen.

Schon kurz nach dem Baustart im April hatten die Probleme begonnen, Anwohner darüber geklagt, nicht mehr zu ihren Häusern zu gelangen. Sicherheit auf der Baustelle, Beschilderung, Erreichbarkeit für Paketdienste und Pflegekräfte, Müllabfuhr – nichts klappte so, wie vorab zwischen Gemeinde, Bauherren und Anliegern be- und vor allem versprochen. Der Streit spitzte sich im August zu, nachdem bei einer Bürgerversammlung im Rathaus Anlieger ihrem Unmut Luft machten. Dort räumte der Bauleiter unumwunden ein, dass die Firma Umwelt 2000 mache, was sie wolle, aber nicht, was sie solle. Auch der vom Investor beauftragte Prokurist Harald Fiebig ging auf Distanz zu ihr.

Jetzt sei die Kuh vom Eis, so Fiebig. Man habe sich mit der Firma Umwelt 2000 „geeinigt und eine sofortige Beendigung der Zusammenarbeit vereinbart“, teilte er jetzt den Bauwilligen mit. Wie berichtet, sollen in dem innerstädtischen Baugebiet 80 Wohneinheiten entstehen. Manche Bauherren dürften angesichts von Bereitstellungszinsen und Doppelbelastung Kredit/Miete schon drängeln auf einen baldigen Baustart, zumal Ende des Jahres die Erschließung eigentlich fertig sein sollte – wovon nun keine Rede mehr sein kann. Seit rund drei Wochen ruhen die Maßnahmen auf dem Gelände nach Auskunft von Anwohnern. Damit verlängert sich der bereits aufgelaufene Bauverzug weiter.

Der Übergang von einer zur anderen Baufirma ist tatsächlich kompliziert. Derzeit würden die erbrachten Leistungen bemessen und bewertet, erklärte Fiebig den Bauherren. Er gehe davon aus, dass die nun beauftragte Firma BHT GmbH aus Bad Düben in der zweiten oder dritten Oktoberwoche richtig loslegen könne, bis dahin auch ein konkreter Bauzeitenplan vorliege. Dann hoffe er auf einen milden Winter. Mit der Firma arbeite er bereits bei einem kleineren Projekt in Seehausen zusammen, habe dort gute Erfahrungen mit ihr gesammelt.

Anlieger wie Heinz Schreiber, der auch im Gemeinderat sitzt, sorgen sich derweil, dass die Baustelle vor ihren Grundstücken zum Dauerzustand wird. Das könne bei einem Streit zwischen Firma und Investor leicht geschehen, mahnt er. Seine Forderung in der Versammlung, dass die Baufirma den betroffenen Anliegern angesichts des Drecks vor der Haustür eine monatliche Wagenwäsche spendieren sollte, sei kein Spaß gewesen, sagte Schreiber. Er drängt auch darauf, dass die vor ihren Zäunen, aber noch auf ihrem Grund verbuddelten Medienleitungen umverlegt werden, was bislang von der Erschließungsfirma auch nicht angefasst wurde. „Ich haben meinen Nachbarn schon gesagt, dass wir auf dem Schotter hier wohl noch bis Ostern fahren müssen“, so Schreiber. „Ich habe aber nicht gesagt, welche Ostern.“

Von Jörg Ter Vehn

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