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Markkleeberg Bauherren sicher: Pylonbrücke über B2/95 steht im Sommer
Region Markkleeberg Bauherren sicher: Pylonbrücke über B2/95 steht im Sommer
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08:00 04.05.2016
Im Juli werden die Pylonen gestellt, die Fahrbahn eingehängt: Thomas Rösler, Carsten Ahner und Isabel Siebert (v.l.) an der Baustelle der Pylonbrücke. Quelle: Foto: André Kempner
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Markkleeberg

Es ist schon ein ganz besonderes Bauwerk, das da seit Anfang Oktober vorigen Jahres an der B2/95 südlich von Markkleeberg wächst: die weit und breit einzige Pylonbrücke im Raum Leipzig. Im Juli sollen die Pylonen aufgerichtet und die Fahrbahn montiert werden.

Der bisherige Bau verlaufe wie geplant, bestätigten am Dienstag Carsten Ahner vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) und Thomas Rösler vom Tagebausanierer LMBV. Das Lasuv baut im Auftrag der LMBV die Pylonbrücke, die damit Ost-West-Wegebeziehungen wiederherstellen möchte, die durch den Tagebau verloren gingen. Wie berichtet, wird damit eine Verbindung von Cospudener und Markkleeberger See für Radfahrer und Wanderer möglich. Auch Versorgungs- und Rettungsfahrzeuge sollen die neue Brücke nutzen können, kündigte die LMBV an.

Die Pfeiler auf der Ostseite sind bereits seit einigen Wochen fertig. Bei ihnen hatte das Lasuv wie auch beim jüngst ausgeschalten Sockel mit Gummi-Matrizen dem Beton den Anschein einer Stein-Struktur geben können. Gut zu erkennen ist auch das riesige Metallbauteil, in dem künftig die beiden dicken Tragseile verankert sein werden. Diese spannen die beiden Pylone, von denen auf der anderen Seite jeweils drei 12,5 Zentimeter dicke Tragseile die Fahrbahn halten. 47 Meter sei das längste Tragseil, so Ahner.

Aktuell liefen die Arbeiten am Widerlager auf der Flussseite. Dort seien im Vorfeld etliche Medienleitungen umverlegt worden, habe auch die Fernwärmetrasse berücksichtigt werden müssen. Wegen der vielen „Zwangspunkte“ sei im Variantenvergleich verschiedener möglicher Bauwerke auch die Entscheidung für die Pylonbrücke gefallen, erklärte Rösler. Denn auch auf der Ostseite befinden sich wichtige Medien wie eine Fernwasserleitung, die nun im lichten Raum zwischen dem Sockel und den Pfeilern der Pylonen verläuft. Zugleich gebe die architektonisch etwas anspruchsvollere Form die Möglichkeit, nach dem Wegfall der Braunkohleindustrie mit der Brücke ein wenig etwa an einen Absetzer zu erinnern, meinte Ahner.

Die Fertigung der Stahlteile für die Pylonen laufe derzeit in einem Werk in Zwickau. Im Juli würden sie auf der Baustelle aufgerichtet, dann auch die vormontierte Fahrbahn eingehangen. Der genaue Termin werde noch mit der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt, so Ahner. Gerechnet wird damit, dass für die Endmontage die B2/95 an einem Ferienwochenende gesperrt werden muss.

Die Pylonen werden bis in eine Höhe von 34,12 Metern aufragen. Das Bauwerk werde für eine normale Last ausgelegt, die Fahrbahn habe aber nur eine Breite von fünf Metern, erklärte Ahner. Nach dem Brückenschlag müssen noch die Rampen geschüttet und die Fahrbahnen hergestellt werden. Rösler und Ahner gehen davon aus, dass dies bis zum Saisonstart 2017 fertig sein wird. 4,6 Millionen Euro kostet der Bau insgesamt.

Von Jörg ter Vehn

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