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Markkleeberg Bauprojekt: Moderne Quartiere für pflegebedürftige Menschen
Region Markkleeberg Bauprojekt: Moderne Quartiere für pflegebedürftige Menschen
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10:42 31.08.2018
Amalia Lindt-Herrmann, Jochen Zeeh, Phileas Fricke, Matthias Kappis und Axel Handt (von links) präsentieren ihren Plan für einen Senioren-Wohnpark. Quelle: Foto: Olaf Barth
Grosspösna

„Convivo Wohnpark Großpösna“ lautet der Arbeitstitel für das Vorhaben. Es soll Senioren alternatives Wohnen mit Pflege und Service rund um die Uhr ermöglichen. Auf einem großen Teil des insgesamt rund sechs Hektar umfassenden Geländes sollen 60 Service-Wohnungen, 22 Doppelbungalows, zwei Wohngemeinschaften mit je zwölf Plätzen sowie eine Tagespflege mit 15 Plätzen errichtet werden. „Es wird auch zentral gelegene, moderne Gemeinschaftsräume geben, in denen man sich mit anderen Bewohnern und Freunden treffen kann. Jeder der dort wohnt, kann außerdem alle Dienstleistungen in Anspruch nehmen: Essenlieferung aus eigener Gastronomie, Reinigung, Waschen und Tagespflege. Das Personal wird auf die individuellen Bedürfnisse eingehen. Ehepartner können in dieser Wohnform weiterhin zusammenbleiben. Niemand muss raus bei zunehmender Pflegebedürftigkeit. Dafür garantieren wir mit unserem Leistungsversprechen“, erklärt Phileas Fricke von der Bremer Convivo-Unternehmensgruppe. Diese Gruppe wird den Wohnpark betreiben, der 27-Jährige leitet dort das Projektmanagement und beschrieb ausführlich im Gemeinderat, was geplant ist.

Anfang 2020 soll Wohnpark eröffnet werden

Fricke legte auf die Tatsache Wert, dass die Gemeinschaftsräume dann auch Vereinen aus Großpösna für deren Versammlungen zur Verfügung stehen: „Wir öffnen uns gegenüber der Gemeinde und der Nachbarschaft, das soll weiteres Leben in den Wohnpark bringen, der keine in sich abgeschlossene Anlage darstellt.“ Jochen Zeeh (44) vom Projektpartner Immotiss Care GmbH und zugleich Berater für Gesundheits- und Seniorenimmobilien sieht in dem Vorhaben ein nachgefragtes und zeitgemäßes Betreuungskonzept, das der Nachfrage nach neuartigen Wohnparkkonzepten auch in 20 bis 30 Jahren noch gerecht wird. Ende 2019, Anfang 2020 soll der Wohnpark eröffnet werden.

Auf anderen Teilen des Areals werden Flächen für den Bau von Einfamilienhäusern verkauft. Auch die Gemeinde hat sich eine Fläche für eine neue Kindertagesstätte abgeknapst. Außerdem fügten die Planer auf Wunsch der Gemeinde auch zwei Mehrfamilienhäuser mit künftigen Mietwohnungen ein. Schon wegen dieser Projekte ist quasi ausgeschlossen, dass die Senioren nur unter sich bleiben. Und wie Matthias Kappis ausführte, ist auf dem Areal zudem kleinflächiges Gewerbe geplant. Der Geschäftsführer der Firma „Kappis Kopf Gruppe“ hatte fast das gesamte Gelände gekauft und nimmt nun die bauliche Umsetzung der Pläne in Angriff. „Insgesamt werden hier rund 50 Millionen Euro verbaut“, sagte der 51-Jährige.

Zusammenarbeit mit Pösnapark

Michael Schneider ist ein Nachbar des Projektes, und nicht irgendeiner. Der Centermanager des Einkaufszentrums Pösnapark ist nahe daran, von einem „Sechser im Lotto“ zu sprechen. „Diese Entwicklung ist für uns extrem positiv. Schon während der Bauphase und erst Recht später erschließt sich uns für die Nahversorgung mit den Bewohnern ein neues Kundenpotenzial, das wir an uns binden können. Auch Wege vom Neubaugebiet zum Pösnapark werden gebaut – es ist eine sehr kooperative Zusammenarbeit mit den Projektentwicklern“, schwärmte der 49-Jährige.

Zufrieden zeigten sich auch die Gemeinderäte. Als einer von ihnen nach den Vergabekriterien für die Wohnplätze fragte, scherzte Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch zunächst: „Erst einmal kriegen wir dort alle einen Platz.“ Und schob dann ernsthaft nach: „Es ist unser Interesse, dass die Großpösnaer zum Zug kommen. Denn so etwas fehlt in unserer Gemeinde für unsere Senioren einfach noch.“

Von Olaf Barth

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