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Markkleeberg Bei Traumwetter erneut Teilnehmerrekord
Region Markkleeberg Bei Traumwetter erneut Teilnehmerrekord
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07:00 09.05.2016
Geschichte(n) vorm Adlertor: Henning Diestel (rechts) nahm Wanderer am Freitagabend zu einer nächtlichen Pilgerreise „Von Gautzsch nach Rom“ mit. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Das Traumwetter vom Massenstart der Sieben-Seen-Wanderstrecken am Freitag vom Rathausplatz aus bis hin zur letzten geführten Tour am Sonntag bescherte den Organisatoren bei der 14. Auflage den alljährlichen Teilnehmerrekord: 6115 Wanderfreunde aus ganz Deutschland haben ihre Rucksäcke gepackt und die Schuhe geschnürt.

Das Naturerlebnis mit dem einst angestaubten Image hat sich längst zur Trendsportart für die ganze Familie gemausert. Leichter Spaziergang oder Mammutmarsch, jeder findet auf den insgesamt rund 1500 ausgeschriebenen Kilometern sein persönliches Wandermekka. Aus der Premiere der Sieben-Seen-Wanderung 2003 mit überschaubaren 183 Teilnehmern ist ein Mega-Event geworden.

„Es ist einfach gigantisch“, freute sich Henrik Wahlstadt von den Sportfreunden Neuseenland, die seit Oktober mit dem Tourismusverein Leipziger Neuseenland, der Stadt Markkleeberg und rund 1000 ehrenamtlichen Helfern mit den Vorbereitungen beschäftigt waren. „Wir sind stolz, dass wir das gerockt haben. Das schöne Wetter hatte noch viele Kurzentschlossene an den Start gelockt.“ 3000 Liter Wasser wurden bis auf den letzten halben Kasten geleert, 3000 Stück Streuselkuchen, 3500 Äpfel und 2500 Bananen verzehrt. „Alles alle geworden“, resümierte Wahlstadt am Ende, der selbst 450 Kilometer zurückgelegt hat, als „Feuerwehr“ auf dem Moped.

Es sind nicht mehr sieben, sondern mehr als ein Dutzend Seen, die gestreift werden. 280 konditionsstarke Outdoor-Profis wagten sich auf die 108 Kilometer der traditionellen „Neuseenland XXL-Tour“, immerhin 110 bewältigten die neue Dreiländer-Tour über 101 Kilometer. „Es handelt sich nicht um einen Wettkampf, es geht darum, die Strecke zu schaffen“, erklärte Wahlstadt. Nach rund 18 Stunden marschierten die Ersten zügig ins Ziel, nach rund 28 Stunden auf den Beinen freuten sich die Letzten über Verpflegung, Getränke und Massage.

Ganz ohne sportlichen Ehrgeiz sind Familien mit Kind, Hund und Kegel unterwegs. Ur-Haifische, Bienen und Packziegen, Kreatives rund um Blüten und Blätter, das bunte Programm ist so attraktiv, das viele der thematischen Touren lange vorher ausgebucht waren.

Auch die nächtliche Pilgerreise „Von Gautzsch nach Rom – nicht zu glooh’m“ per Pedes und mit dem Schiff über den Cospudener See war seit Wochen voll. 84 Nachteulen machten sich am Freitag durch den Kees’schen Park entlang des Lutherweges am Cossi vorbei auf zur Fahrradkirche Zöbigker. Andacht und Gesang folgten, eine Fahrt mit dem Schiff und der mitternächtliche Ausklang mit Konzert in der Martin-Luther-Kirche.

Michael Kühn von der TSG Markkleeberg machte sich mit seiner Frau Bettina und Evelyne sowie Norbert Graßmeier, Chef des TSV aus der Partnerstadt Neusäß, auf den Weg. Das facettenreiche Angebot hatte ihn ebenso neugierig gemacht, wie Dirk Siems aus Leipzig. Er ist stark sehbehindert, meisterte die Herausforderung jedoch bravourös mit Hilfe von Freunden. Und da Ingrid und Henning Diestel im Namen des Vereins Jakobsweg Via Imperii die Wanderer als wandelnde Geschichts-Lexika unterhaltsam mit einer Fülle an Geschichten und witzigen Anekdoten versorgten, wird er 2017 sicher wieder mit dabei sein.

Mandy Prox, sonst als Kletterprofi in der Sächsischen Schweiz unterwegs, freute sich mit Mutter Heidi auf die abwechslungsreichen Stunden. Mit Freunden und den Kindern Liv (8) und Ari (6) hatte sie sich auch für die Packziegentour am Samstag angemeldet. „Danach geht es zur Belohnung auf den Stadtfest-Rummel, der zieht beim Nachwuchs noch mehr.“

Von Gislinde Redepenning

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