Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -1 ° Schneeschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Belgershainer planen Zukunft mit Großpösna

Belgershainer planen Zukunft mit Großpösna

Großpösna. Belgershainer beim Nachbarn: Montagabend schauten die neu gewählten Gemeinderäte, darunter viele Jüngere, mit Bürgermeister Thomas Hagenow im Großpösnaer Rathaus vorbei.

omas Hagenow im Großpösnaer Rathaus vorbei. Diese „Kennenlernsitzung“, wie sie Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch nannte, begann mit einem Rundgang durch das Rittergut.

Südöstlich von Großpösna liegt das rund 3400 Einwohner starke Belgershain mit den weiteren Ortsteilen Köhra, Rohrbach und Threna. „Vor zwei Jahren lag sogar noch die Kreisgrenze dazwischen“, erinnerte Lantzsch. Die Annäherung läuft aber schon länger. Bereits 2007 hatten beide Orte ein Eingemeindungspapier vorbereitet. „Uns verbindet der dörfliche Charakter, und wir liegen mit dem Oberholz mitten im Landkreis Leipzig“, führte Lantzsch ins Feld. Derzeit ist Belgershain noch in die seit 2008 bestehende Verwaltungsgemeinschaft mit Naunhof und Parthenstein eingebunden, darüber aber nicht besonders glücklich, wie Hagenow durchblicken ließ. „Deswegen versuchen wir verwaltungsmäßig woanders unterzukommen“, sagte er. Nach der Vorstellung der zwei Dutzend Anwesenden ging es schnell zur Sache. „Wenn es zur Neustrukturierung kommen sollte, würden wir zusammen über 8000 Einwohner haben“, malte die Bürgermeisterin aus. Dieser Veränderung müssten allerdings alle, auch Naunhof, zustimmen. „Wir hoffen, dass uns die Landespolitik dafür Spielregeln an die Hand gibt“, so Lantzsch. Vorteile sehen die Bürgermeister in der größeren Einwohnerzahl, dank der auch künftig auf jedem einzelnen Fachgebiet der Verwaltung ein Spezialist vor Ort sitzen könnte.

Neben einer Kooperation bei der Breitbanderschließung erläuterte Hauptamtsleiter Daniel Strobel weitere mögliche Projekte. Unter anderem mit Mitteln aus dem Regionalen Entwicklungskonzept (REK) könnten Espenhain, Großpösna und Belgershain gemeinsame Radwege entlang bestehender Straßen, und dabei besonders die Verbindungen zwischen den Ortsteilen, konzipieren, um so das Neuseenland an das Muldental und die Parthenaue anzubinden. Für die 15 000 Euro teure Entwicklung sind 9000 Euro Fördermittel veranschlagt. Derzeit liegt der Antrag auf Platz 9 der Prioritätenliste und habe „gute Aussichten“ realisiert zu werden, so Strobel. Noch fehlt ein Förderprogramm für eine Sanierung des Bahnhofes Belgershain zum Verkehrsknotenpunkt für 300 000 Euro.

Die Neugier aufs Neuseenland weckte Lantzsch mit einer Einladung auf eine Tour mit dem Amphibienfahrzeug. Dafür gibt es seit Mitte März die langersehnte wasserrechtliche Genehmigung für ein Jahr. Aufs Wasser will sie auch den Nachwuchs schicken und dafür am Störmthaler See eine Wasserskischule ansiedeln, „um den Kindern diesen Spaß nicht vorzuenthalten“.

„Ich bin überrascht, was alles schon läuft“, meinte einer zweieinhalb Stunden und viele Argumente später. Einigkeit herrschte darüber, dass noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muss. „Die Verwaltungsgemeinschaften werden keinen Bestand haben“, sagte Lantzsch. Mehrmals betonten die Bürgermeister, es handele sich bei ihnen um ein Zusammengehen gleichwertiger Orte. „Wir sind schon mehr vermischt als wir es annehmen“, fand eine Gemeinderätin und nannte gemeinsame Sportaktivitäten als Beispiel. „Solange es mit dem politischen Zusammengehen noch holpert, versuchen wir das in der Kulturzusammenarbeit zu aktivieren“, plädierte ein anderer für das erfolgreiche Miteinander im Soziokulturellen Zentrum Kuhstall, das nun auch im Schloss Belgershain auf Mitstreiter hofft.

Ausgesetzt ist die Machbarkeitsstudie für den Zusammenschluss beider Gemeinden. Zunächst wird die Analyse des Regionalen Planungsverbandes Westsachsen abgewartet. Liegt das Ergebnis Ende September vor, wollen sich die Vertreter wieder treffen und erörtern, ob und wie es mit dem Nachbarn klappen könnte.

Kendra Reinhardt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Markkleeberg
Markkleeberg in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 31,36 km²

Einwohner: 24.240 Einwohner (Dezember 2015)

Bevölkerungsdichte: 773 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04416

Ortsvorwahlen: 034297, 034299, 0341

Stadtverwaltung: Rathausplatz 1, 04416 Markkleeberg

Von Redakteur Katja Reinhardt

Ein Spaziergang durch die Region Markkleeberg
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

  • VDE 8 - Alle Infos und Fakten

    Am 10. Dezember eröffnete Deutschlands größte Bahnbaustelle, das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 - hier gibt es Infos, Hintergründe und Foto... mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

16.01.2018 - 08:31 Uhr

ESV-Boss Zahn will den Ex-Coach im Verein halten, eventuell als sportlicher Leiter.

mehr