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Markkleeberg Beliebt: Kurzurlaub in Markkleeberg
Region Markkleeberg Beliebt: Kurzurlaub in Markkleeberg
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14:16 19.05.2015
Noch herrscht Ruhe an der Wassersportbasis in Auenhain. In ein paar Wochen wird der Markkleeberger See mit dem Kanupark und dem oberhalb gelegenen Seepark Auenhain wieder Touristen in Scharen anziehen. Inklusive Ausflüglern wurden vergangenes Jahr mehr als 350 000 Besucher gezählt. Quelle: André Kempner

"Der Aufwärtstrend setzt sich fort. Immer mehr Menschen machen bei uns Urlaub", erklärte Simon Büttner vom Sachgebiet Kultur und Tourismus am Mittwochabend den Stadträten im Großen Lindensaal. Gestiegen sei 2013 nicht nur die Zahl der Übernachtungen, sondern auch die Zahl der Betten um 18 Prozentpunkte von 716 auf 845. Nicht verändert habe sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer, diese liege typisch für Kurzreiseziele stabil bei 2,1 Tagen. Auf Vorjahresniveau geblieben sei mit 42,6 Prozent auch die Bettenauslastung, was angesichts des größeren Angebotes erfreulich sei, so Büttner. Im Mai und Juni habe die Auslastung sogar bei über 60 Prozent gelegen, von Juli bis Oktober zwischen 46,9 und 48 Prozent.

Der touristisch stärkste Monat war 2013 wieder der Mai, was auf Großveranstaltungen wie die Sieben-Seen-Wanderung, das Markkleeberger Stadtfest und das Wave-Gothic-Treffen zurückzuführen sei. In den Sommermonaten wurden jeweils über 6000 Ankünfte in den zehn statistisch erfassten Beherbergungsbetrieben registriert. Mit einem Plus von 41,4 Prozent beziehungsweise 3700 Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat war der Oktober dank der Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht der Höhepunkt. Dadurch habe die Hauptsaison auf sechs Monate ausgedehnt werden können, so Büttner. Fazit des Tourismusjahres 2013: "Markkleeberg ist als Perle des Leipziger Neuseenlandes bei Touristen gefragt wie nie." Wurden in der Stadt allein 126 631 Übernachtungen gezählt, waren es im gesamten Leipziger Neuseenland 683 807.

Für 2014 rechnet Büttner erneut mit einem Anstieg. Die Stadt sei dafür gerüstet. "Im Februar haben wir bei einer Umfrage festgestellt, dass es jetzt offiziell schon 905 Betten in zwölf Beherbergungsbetrieben gibt, inoffiziell dürften es über 1300 bei etwa 65 Anbietern sein", sagte er. Die Differenz ergebe sich aus der hohen Zahl statistisch nicht erfasster Betriebe mit weniger als zehn Betten. Laut Büttner tauchten dadurch etwa 50 Privatvermieter in der Tourismusstatistik für Markkleeberg gar nicht auf.

Nach seinen Angaben gibt es in Markkleeberg derzeit 510 Betten in den beiden Hotels Markkleeberger Hof und Atlanta Hotel, etwa 320 in Ferienwohnungen, 206 in Ferienhäusern - ein Großteil davon im Seepark Auenhain, 232 in Pensionen, etwa 70 auf den beiden Campingplätzen und 16 in Privatzimmern. FDP-Stadtrat Christoph Waitz hakte nach: "Die Zahlen sind zwar erfreulich, aber bei einer Auslastung von 42,6 Prozent bauen wir doch Überkapazitäten auf." Was Büttner verneinte: "Die Auslastung ist übers Jahrs gerechnet. In der Hauptsaison sind viele Betriebe komplett ausgebucht."

Allerdings machte er auch deutlich, dass Markkleeberg an seiner touristischen Infrastruktur arbeiten muss. "Wir brauchen eine Touristinfo. Die Gäste fragen immer wieder nach einem zentralen Anlaufpunkt." Der soll, wie Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) ankündigte, nach dem Umbau im Bahnhof sein. Nachholbedarf gebe es auch beim Leitsystem. Mit Leipzig zusammenarbeiten wolle die Stadt bei der Anlage von Wohnmobilplätzen, denkbar sei eine Nachnutzung des Laga-Geländes, und beim Radtourismus. Markkleeberg könne dabei eine Vorreiterrolle übernehmen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.04.2014
Ulrike Witt

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