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Markkleeberg Bell' Ami: Fotomuseum ist mit Karin Székessy auf den Hund gekommen
Region Markkleeberg Bell' Ami: Fotomuseum ist mit Karin Székessy auf den Hund gekommen
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14:11 19.05.2015
Wau: Kerstin Langner mit Hündin Mali in der neuen Kabinettausstellung des Deutschen Fotomuseums. Hunde haben zu der Schau übrigens freien Eintritt. Quelle: André Kempner

Und dies dank Karin Székessy sehr stilvoll. "Bell' Ami", heißt ihre kleine Extra-Schau, "zu der Hunde natürlich freien Eintritt haben", wie Museumskurator Andreas J. Mueller versichert.

Mit der Künstlerin verbinde ihn und seine Lebensgefährtin Kerstin Langner eine jahrelange Freundschaft. "Und einige der hier abgebildeten Hunde habe ich auch gekannt", schmunzelt er und zeigt etwa auf "Jupiter", eine Bulldogge. Mueller/Langner sind selber tierlieb, hatten immer Hunde. Beim Aufbau der Ausstellung streicht Mischling Mali ihnen um die Beine, "der Familienhund", sagt er lachend.

Karin Székessys Bilder sind mehr als "Möpse im Regen", eine Aufnahme übrigens aus der Mops-Hochburg London. Székessy zähle zu den wichtigsten europäischen Fotografinnen seit den 1960er Jahren, meint Mueller. Neben ihrer freien Kunst, die stark mit dem Werk ihres Ehemannes Paul Wunderlich verbunden war, habe sie für zahlreiche namhafte internationale Magazine gearbeitet. Sie lebe in Hamburg und in der Provence und fotografiere in der ganzen Welt.

Zu Székessys Leben gehörten aber immer auch Hunde. "Mit verständigem Auge und liebevoller Zuneigung beobachtet sie wie nebenbei die 'Bell' Amies und begibt sich auf eine Betrachtungsebene, bei der nicht immer eindeutig ist, wer hier wen beobachtet", erklärt Mueller voller loriotschem Hintersinn. Ergebnis sind liebevolle Bilder mit Hund, dem Seelenverwandten des Menschen.

Humorvoll und meist ironisch gebrochen erzählen ihre Bilder "Geschichten von der Liebe zwischen Vier- und Zweibeinern, voller Feinsinnigkeit und Symbolik", findet Mueller. Die Ausstellung sei eine Hommage an den treuesten Begleiter des Menschen, aber die Bilder der Grande Dame der deutschen Fotografie seien nicht nur für Hundeliebhaber sehenswert. "Karin Székessys ästhetisierender Manierismus schöpft aus den Quellen der Romantik, des Jugendstil und des Phantastischen Realismus, Einflüsse, die sie in ihren Fotografien zu einer neuen poetischen Wirklichkeit steigert", erklärt er kunstvoll. Mit leichter Melancholie arrangiere sie ungewöhnliche und magische Tableaus, in denen sich die poetische Verwandlung der Wirklichkeit durch Licht und Farbe vollzieht, so der Kurator.

Einfach gesagt: Mensch und Hund - Székessy leuchtet diese Gefühlswelt liebevoll aus. Ihre Kabinettausstellung im Deutschen Fotomuseum, Raschwitzer Straße 11, beginnt Freitag, ist bis 23. August zu sehen. Das Museum öffnet täglich außer Montag von 13 bis 18 Uhr.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.04.2015
Jörg ter Vehn

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