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Markkleeberg Bergbau-Technik-Park will im diesem Jahr um einen Bagger wachsen
Region Markkleeberg Bergbau-Technik-Park will im diesem Jahr um einen Bagger wachsen
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07:45 18.10.2016
Saisonstart am Bergbau-Technik-Park im Leipziger Südraum: Henry May (l.) erklärt den Besuchern den riesigen Absetzer und die Bandanlage.  Quelle: Foto: André Kempner
Grosspösna

 Trotz eher winterlicher Temperaturen hat am Sonnabend die neue Saison im Bergbau-Technik-Park am Störmthaler See begonnen. Der Trägerverein hat viel vor in diesem Jahr.

Im Mittelpunkt steht dabei UB 162. Bagger dieses Typs mit einer Schürfschaufel seien auch im Tagebau Espenhain im Einsatz gewesen, erläutert Parkchef Thorsten Hinz. Ein Universalbagger 162 steht derzeit noch im Bitterfelder Revier bei Brehna, soll nun das Ensemble des Parks ergänzen. Der Bagger müsse wegen eines Straßenbauprojektes in diesem Jahr seinen angestammten Platz verlassen.

 Es habe viele Bewerber für das 62 Tonnen schwere Gerät mit dem 16 Meter lange Ausleger gegeben, so Hinz. Denn weltweit soll es nur noch vier Geräte dieses Typs geben. Er habe aber jetzt grünes Licht von der Mibrag erhalten. „Der UB 162 kommt“, freut er sich. Der Transport sei eine echte Herausforderung. Er sei sehr froh, dass die Mibrag und ihre Tochterfirma Gala das organisiere und sponsore. Nach seinen bisherigen Informationen werde der Schwertransport voraussichtlich im zweiten Quartal über die Bühne gehen.

Aufgestellt werden soll der gut erhaltene Bagger, der bis 1993 im Einsatz war, neben dem Absetzer. „Wir müssen dafür die Bandanlage etwas umbauen, die Aufstellfläche auch aufschottern und erhöhen“, erklärt Hinz nötige Maßnahmen. UB 162 wieder in Betrieb zu nehmen, sei nicht geplant. Es werde aber sicher geprüft, inwieweit die Besucher einen Blick in das Tagebaugerät werfen können.

Das Großgerät ist nicht der einzige Zuwachs, den sich der Bergbau-Technik-Park erhofft. Hinz treibt auch die Pläne für den Tertiär-Abenteuer-Spielplatz voran. Wie berichtet, steht ein begehbarer, lebensgroßer Urzeit-Hai dabei im Mittelpunkt. Neu sei, dass der Aktiv-Spielplatz mit dem bergbaugeschichtlichen Hintergrund nun auch weitgehend barrierefrei geplant werde, also auch etwa Kinder im Rollstuhl die Spielgeräte erreichen könnten, so Hinz. Selbst der Wasserspielplatz werde für sie nutzbar sein, schaut er voraus. Der Park hofft auf eine Förderung der Maßnahme aus dem regionalen Leader-Topf. In wenigen Wochen wird voraussichtlich darüber entschieden.

Vorbereitet werde aktuell auch eine Ladestation im Park speziell für die modernen E-Bikes, erzählt Hinz. So könnten Ausflügler in Ruhe ihr Gefährt aufladen, derweil sie durch den Park spazieren und sich über die Bergbaugeschichte der Region informieren, erklärt er. Vorgesehen sei, den Prototypen der Ladestation, an dem auch schon andere Seebetreiber der Region Interesse gezeigt hätten, zur Sternfahrt zu den Neuseenclassics am 19. Juni in Betrieb zu nehmen.

Geändert werde in diesem Jahr zudem die Parkversorgung. Den Imbiss während der Saison zu verpachten, gehe nicht mehr. Der Verein habe daher entschieden, ihn in Zukunft als Service für die Gäste selber zu betreiben. Zeitnah solle nun ein Imbisswagen beschafft und eine Kraft dafür eingestellt werden, kündigt Hinz an.

Von Jörg ter Vehn

Weitere Informationen zum Bergbau-Technik-Park im Leipziger Neuseenland

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