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Markkleeberg Besucherandrang beim Tag der Offenen Höfe
Region Markkleeberg Besucherandrang beim Tag der Offenen Höfe
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07:00 15.08.2017
Landleben als Abenteuerspielplatz: Im Beutner-Hof konnten die Jüngsten im Stroh rutschen, die Eltern und Großeltern sich derweil mit Bio-Lebensmitteln eindecken.   Quelle: Armin Kühne
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Grosspösna

Ausnahmezustand in Dreiskau-Muckern: Das sonst so beschauliche Straßendorf im Leipziger Südraum lockte mit den Offenen Höfen am Samstag wieder Tausende Besucher. Diesmal war das seit 2012 fast jeden Sommer zelebrierte Fest der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen von Dreiskau-Muckern.

„Mitte Juni gab es schon ein Bürgerfrühstück und ein internes Fußballderby. Heute möchten wir den Städtern zeigen, wie schön unser Dorf ist“, erklärte Claudia Hausdorf vom Organisations-Dreigestirn. Die 37-Jährige stand vorm Möbius-Hof und verkaufte Wildschweingulasch. Ihr Opa Werner Möbius sei mit 81 Jahren der älteste (Ur-)Einwohner, erzählte sie stolz. Er habe die Aussiedelung Ende der Achtziger miterlebt, als der Ort dem Tagebau geopfert werden sollte, und den Zuzug junger Familien, die heute das Kunst- und Handwerkerdorf prägen.

Junge Familien prägen das Dorf

„Wir sind ein sehr lebendiges Dorf mit vielen Kindern. Hier passiert immer was. Wir treffen uns im Gasthof Muckern, laden die Nachbarn im Sommer zum Freilichtkino in den Hof. Aber so turbulent wie heute, ist es wirklich nur einmal im Jahr“, sagte Hausdorf. Insgesamt 13 Höfe, drei mehr als angekündigt, luden am Samstag zum Bummeln ein. Ob im Landwirtschaftshof Gustmann, im Handwerkerhof Hiller an der Kirche, in der Kräuterschmiede am Anger, im (Kunst)Wege-Hof oder im Yoga-Hof – überall gab es was zu entdecken, auszuprobieren und zu kaufen.

„Also ich könnte mir nicht vorstellen auf dem Dorf zu leben, ich brauche die Großstadt. Aber mal für einen Tag ist es idyllisch“, meinte Stephan Blazek. Der 32-jährige, gebürtige Wiener war mit Freunden aus Leipzig mit dem Fahrrad gekommen. Am Wege-Hof ließen sie sich Kartoffelspezialitäten schmecken. „Mich hat gerade die Ruhe und Abgeschiedenheit gereizt, als ich 1999 nach Dreiskau-Muckern gezogen bin“, gestand Mario Drogis, 44 Jahre, der mit dem Braten und Frittieren alle Hände voll zu tun hatte.

Ein Besuch lohnt sich

Das alte und das neue Dreiskau-Muckern kennt Renate Otto aus Oelzschau, die mit ehemaligen Kolleginnen von der LPG Pötzschau die Dorfstraße entlang spazierte. „Die Höfe waren früher alles unsere Kunden. Heute wohnen hier neue, junge Leute. Aber die haben was draus gemacht. Der Ort hat sich wirklich toll entwickelt“, lobte sie.

Eine Kaffeepause am urigen Gasthof Muckern legten Monika Reuwand und ihre Mutter, Waltraud Müller, ein. „Ich kannte Dreiskau-Muckern früher ja nicht einmal. Hier fuhr kein Bus her und es gab auch nichts, wofür es sich gelohnt hätte“, meinte die 56-Jährige aus Großpösna. Jetzt sei das ganz anders: „Die alten Häuschen sind liebevoll saniert, die Atmosphäre ist gemütlich“, waren sich die beiden Frauen einig.

Von Ulrike Witt

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