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Markkleeberg Besucherautos sollen Geld einspielen für Müllentsorgung an den Seen
Region Markkleeberg Besucherautos sollen Geld einspielen für Müllentsorgung an den Seen
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23:30 30.08.2016
Hier lässt sich’s aushalten. Damit es am See allerdings halbwegs müllfrei bleibt, werden die Parkplatzgebühren erhoben. Quelle: Andre Kempner
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Grosspösna

Das vergangene heiße Badewetterwochenende hat es gezeigt: An den Seen kann es nicht genug Parkplätze geben. Großpösna hat jetzt seinen neuen am Störmthaler See zur Bewirtschaftung an die kommunale Dorf- und Seentwicklungsgesellschaft (DSG) gegeben. Geld verdient wird mit den Einnahmen trotzdem nicht. Wegen des Mülls.

Unmittelbar an der Umgehungsstraße Störmthal und oberhalb des Sees gelegen, ist der Parkplatz ideal für Gäste, die aus dem Süden anreisen. Das hätten auch die Auto-Kennzeichen am Wochenende belegt, erzählten Montagabend verschiedene Gemeinderäte von ihren Beobachtungen. Sie sorgten sich jedoch auch um die Müllentsorgung am See, berichteten von Bergen von Abfällen neben Mülltonnen, obwohl diese nachweislich erst am Vortag geleert worden waren,

Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) erklärte, vieles am See müsse sich erst noch einspielen. So sei ein weiterer, größerer Abfallcontainer für den Seerundweg in Güldengossa bestellt, solle vor dem Aufstellen aber noch ansprechend bemalt werden.

Hauptamtsleiter Daniel Strobel erklärte, die DSG leere ganz nach Bedarf die Abfalltonnen. Mindestens einmal in der Woche sei ein Mitarbeiter für die Sauberkeit am See unterwegs, in der Saison würden die Tonnen mitunter dreimal pro Woche ausgeleert. Insgesamt sei er zuversichtlich, dass mit den Einnahmen aus dem neuen Parkplatz der Unterhalt für das Seeumfeld aufgebracht werden könne. „Die Rechnung scheint aufzugehen“, sagte Strobel.

Allerdings ist der Störmthaler See auch (noch) nicht so stark frequentiert wie der Markkleeberger oder der Cospudener See. Beim Nordstrand Am Cossi müsse Seebetreiber Pier 1 im Jahr rund 40 000 Euro nur für die Müllentsorgung aufbringen, erklärte am Dienstag Geschäftsführer Chris Conrad. Tendenz: steigend.

Den unschönen Trend kann Claus Mann von der EGW, die den Markkleeberger See und den Ostteil des Cospudener Sees betreibt, nur bestätigen. 2014 habe er ein Müllaufkommen von 25 Tonnen gehabt, 2015 schon 36,8 Tonnen und für 2016 sehe es so aus, als ob er die Zahlen noch mal überholen würde, sagte er.

Unterschied zwischen ihm und Pier 1: Die zu Markkleeberg gehörende kommunale EGW erhält von der Stadt einen Betriebskostenzuschuss, in diesem Jahr sind es 210 000 Euro. Pier 1 erhält nichts von Leipzig, soll den Strandunterhalt mit der Verpachtung der vier Versorgungshütten aufbringen. Conrad hatte sich jahrelang bemüht, auch den Nordstrand-Parkplatz bewirtschaften zu dürfen, blitzte damit aber immer ab. Inzwischen wird umsonst geparkt.

Das könnten auch Seebesucher in Störmthal meinen. Auf Schranken an der Ein- und Asfahrt werde beim neuen Parkplatz bewusst verzichtet, erläuterte Strobel. Stattdesen werde die Gemeinde kontrollieren. So würden Kosten gespart, wenn die Schranken wie etwa in Markkleeberg ständig demoliert werden.

Von Jörg ter Vehn

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