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Markkleeberg Besucherrekord beim Pappbootrennen im Kanupark
Region Markkleeberg Besucherrekord beim Pappbootrennen im Kanupark
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Der Wildwasserkanal war am Sonntagnachmittag dicht gesäumt. Über 8000 Besucher sahen bei der 9. Auflage zu. Quelle: Ulrike Witt
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Zum ersten Mal dabei waren die "Beard Brothers and Sisters" von der Hot-Dog-Company in der Karl-Heine-Straße. In der Nacht hatten die Leipziger noch "spontan" ein Modell gefertigt, um 10 Uhr gut gerüstet in die Werkstatt zu gehen. "Unser Kanadier ist das schönste und schnellste Boot", verkündete Sven Schwalm, 42, denn auch am Mittag selbstbewusst. Sein Mitfahrer Sören Friedrich, 38, räumte wohl in weiser Voraussicht ein: "Das Wildwasser ist nicht ohne, ein bisschen Respekt ist da."

 Nebenan werkelte das Team "Professor Dr. Koi von Karpfen". "Es macht wahnsinnig Spaß. Erst, der Druck, was wirklich Kreatives hinzukriegen, dann das Ding einigermaßen gut runter zu bringen", sagte Marcel Kaspar, 23, aus Liebertwolkwitz. 2014 hatte er mit fünf Kumpels den 4. Platz belegt. "Diesmal haben wir zur Verstärkung Dreiecke am Boden angebracht. Das müsste mehr Stabilität bringen", fachsimpelte Kaspar.

 Während die mit Bürgermeister Philipp Staude, Kanupark-Manager Christoph Kirsten und Bärenherz-Chefin Ulrike Herkner prominent besetzte Jury ihre Designpunkte vergab, drängten sich immer mehr Besucher um den Wildwasserkanal. Keiner wollte die Bootsparade und die Starts ab 14 Uhr verpassen.

 Als Erster ging Friseurmeister Mario Geistert aus Liebertwolkwitz mit "Haar Wars" zu Wasser. Und das im doppelten Sinne. Denn schon nach wenigen Metern lag Geistert im Kanal und sein nach dem Vorbild von X-Wing aus "Star Wars" gebautes Gefährt suchte sich allein seinen Weg. Letztlich konnte das Team dennoch strahlen: Die Wolkser sicherten sich den Design-Preis.

 "Sportive LE - Die Bewegungshelden" aus Leipzig, das Team mit der meisten Erfahrung, wackelte schon beim Einstieg in die schwimmende Zahnpasta-Tube bedenklich. "Liebes Publikum, Applaus für die beiden Fahrer. Lange werden wir sie nicht sehen", meinte Moderator Daniel Mantey. Aber bekanntlich leben totgesagte länger. Die Helden kämpften bis zum letzten Meter, hielten bis zum Ziel die Köpfe oben.

 Noch einmal umdisponiert hatte am Vormittag das Team "Saufi" mit Hendrik Rudolph von der "Sauna im See" am Zöbigker Hafen. Statt Floß wollten sie das Rennen von hinten mit Tragflächenboot aufrollen - und scheiterten wie vier weitere Teams, darunter "Beard Brothers and Sisters" und Prof. Dr. Koi" an Tor 4.

 Den Sieg holten am Ende "Die Inspiraten" mit Christian Formella in 1,18 Minute, der als Zugabe eine weitere Runde durch den Kanal paddelte. "Blue Water", ebenfalls aus Leipzig, kam auf den zweiten Platz, dicht gefolgt von den "Dorfnasen" aus Taucha mit ihrer sonnenbebrillten Kuh Nobella. Unabhängig von der Platzierung war es für alle wieder ein schöner Spaß. "Die Stimmung ist wunderbar", meinte stellvertretend Ivonne Seidel vom Team "Just for Life".

 Weitere Fotos gibt es im Internet unter www.lvz-online.de/Markkleeberg.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.08.2015
Ulrike Witt

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