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Markkleeberg Betriebsauslass geht Ende des Jahres in Probebetrieb
Region Markkleeberg Betriebsauslass geht Ende des Jahres in Probebetrieb
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13:54 19.05.2015
Am Auslauf zur Weißen Elster montierten Fachleute gestern Morgen einen Rechen. Quelle: André Kempner

Zudem wurden unter den Augen zahlreicher Fachleute die vier, bereits im Sommer eingebauten Tore auf ihre Dichtigkeit geprüft.

"Wir liegen voll im Zeitplan", versicherte Projektmanager Gerd Pöthe vom Tagebausanierer Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV). "Der Stahlbetonbau für die 100 Meter langen zweizügigen Rahmendurchlässe zur Weißen Elster ist abgeschlossen, der Wasserbau in der Komplettierung", erläuterte seine Kollegin Jutta Baltz. Die Firma Alltec sei bereits mit der Montage der Steuer- und Regeltechnik beschäftigt. Ende des Jahres werde der Probebetrieb aufgenommen. "Danach sind wir für den Ernstfall gerüstet", betonte Baltz.

Der Ernstfall wäre ein Jahrhunderthochwasser wie es die Region im Juni 2013 erlebt hat. Damals rettete der noch nicht fertig gestellte Zwenkauer See die Stadt Leipzig und den Norden bis nach Halle vor der ganz großen Katastrophe. Zirka 20 Millionen Kubikmeter Elster-Wasser wurden in weniger als 48 Stunden über das drei Wochen zuvor übergebene Hochwassereinlaufbauwerk Zitzschen in das Tagebaurestloch abgeleitet (die LVZ berichtete). Der Pegel stieg dadurch um gut zwei Meter. Da sich der Zwenkauer See noch in Flutung befindet, war das kein Problem. Spätestens wenn der mittlere Endwasserstand von 113,5 Metern über Normalhöhennull erreicht ist, braucht der Hochwasserspeicher, der dann über ein Rückhaltevolumen von 18,5 Millionen Kubikmeter verfügen wird, zur Bewirtschaftung laut Hochwasserschutzkonzeption zwei Abläufe: den Betriebsauslass Weiße Elster und den Harthkanal, die Verbindung zum Cospudener See.

"Über den Betriebsauslass Weiße Elster mit seinem 370 Meter langen, naturnah gestalteten Zulaufgraben und einem 50 Meter langen Auslaufgraben kann eine Hochwasserlamelle künftig binnen 21 Tagen unterhalb der Gefällestufe Hartmannsdorf in die Elster abgeleitet werden", erklärte Baltz. Ist 2018 auch der Harthkanal fertig - Baubeginn soll im Frühjahr 2015 sein -, kann im Fall eines 150-jährigen Hochwassers der Ablauf der Weißen Elster durch den Umweg über den Zwenkauer See planmäßig um insgesamt 130 Kubikmeter pro Sekunde reduziert werden.

Die Kosten für den Betriebsauslass belaufen sich auf rund 5,5 Millionen Euro, finanziert über das Verwaltungsabkommen zur Bergbausanierung. Bereits freigegeben wurde vergangene Woche die wieder hergestellte Straße "Zur Weißen Mark", die vor der Baumaßnahme verlegt worden war.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.10.2014
Ulrike Witt

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