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Markkleeberg Bezwinger der Lüfte und der Wellen - Ballonfest und Saisonstart im Kanupark
Region Markkleeberg Bezwinger der Lüfte und der Wellen - Ballonfest und Saisonstart im Kanupark
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13:22 02.05.2010
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Alejandra Leon, Ruben Lopez, Jorge Portugal, Agmen Castillo und Hector Petro Rojos staunten im Kanupark nicht schlecht: Die fünf Sportstudenten aus El Salvador, Venezuela, Peru und Kolumbien verfolgten ganz genau, wie sich mutige Bootsbesatzungen in die Fluten stürzten. „Wir probieren das aber auf gar keinen Fall selbst aus“, betonte Rojos, der wie seine Freunde an der Leipziger Universität studiert. „Das Wasser ist uns einfach zu kalt, wir sind eher für Leichtathletik.“

Markkleeberg. Wasser und Luft waren am Wochenende am Markkleeberger See die alles beherrschenden Elemente. Zur Saisoneröffnung wagten sich etliche Mutige in die Wassermassen des Kanuparks, gleich nebenan zog das dritte Neuseenland Ballon- und Drachenfest die Besucher in Scharen an.

Auch Julia Franke schaute sich den nassen Spaß lieber aus sicherer Entfernung an. „Mein Freund ist gerade geraftet, und ich mache die Fotos.“ Immerhin habe er schon eine gewisse Erfahrung. „In der Türkei war er in einem echten Wildwasserkanal unterwegs“, berichtet die Dresdnerin. „Doch mir ist das hier etwas zu krass.“

Durchs Zuschauen so richtig auf den Geschmack gekommen ist dagegen Hans-Joachim Lautenschläger. Der 57-Jährige kam mit seiner Frau Edelgard (57) von Grünau nach Markkleeberg. „So eine Bootsfahrt im Kanupark wäre genau das richtige für meine Kollegen und mich. Über so etwas haben wir tatsächlich schon einmal nachgedacht“, verrät er.

Nicht lange überlegen mussten die vielen neugierigen Besucher, die sich für den perfekten Rundblick aufs Ballonfest und den Südraum in eine Höhe von 52 Metern ziehen ließen. André Scheinpflug wollte damit Lust aufs Ballonfahren machen und hatte deshalb einen richtigen Korb samt mit Kaltluft aufgeblasenenem Ballon am Kran befestigt. Mit Erfolg: „Wir sind noch nie Ballon gefahren und kommen jetzt ins Grübeln“, verriet Rainer Möckel, der sich mit Ehefrau Judith und Enkel Ruben in die Höhe ziehen ließ. „Für den Kleinen gibt es im Ballonkorb extra kleine Fensterchen“, freute er sich. Ein durchaus preiswertes Vergnügen – wer dagegen das richtige Ballonfahrergefühl erleben wollte, musste schon etwas tiefer in die Tasche greifen.

Für ganz besondere Hingucker sorgten die Drachenflieger, unter ihnen Geralf Just aus Erdmannshain. Er ließ passend zur Fußball-WM einen riesigen Spieler dem Ball hinterherjagen. „Leider ist heute zu wenig Wind“, bedauerte er. Seine immerhin bis zu zehn Meter langen Flugkörper haben mit herkömmlichen Drachen nicht mehr viel zu tun. „Die kann niemand mehr festhalten, sie müssen richtig im Boden verankert werden.“

Bert Endruszeit

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