Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg "Blaues Haus" soll moderner Dienstleistungskomplex werden
Region Markkleeberg "Blaues Haus" soll moderner Dienstleistungskomplex werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:53 19.05.2015
Das "Markkleeberg Center": Mit neuem Namen soll das einstige, nun in Sanierung befindliche Wama-Gebäude neue Mieter anziehen. Quelle: André Kempner

Mit günstigen Mieten und Parkblick wollen die neuen Eigentümer auch Leipziger Firmen locken und den Immobilienmarkt aufmischen.

Der Fünfgeschosser hat eine wechselvolle Geschichte. Gebaut um 1970 war er bis nach der Wende Sitz des VEB Wasseraufbereitungsanlagen Markkleeberg - kurz Wama - und seiner Rechtsnachfolger, in den Achtzigern auch Internat für afrikanische Vertragsarbeiter. Später zogen kleine Firmen ein, aber auch die Volkshochschule Leipziger Land nutzte das Gebäude bis 2012. Investiert wurde all die Jahre praktisch nichts, Leerstand machte sich breit, denn die Büros entsprachen nicht dem heute geltenden Standard. Sogar von Abriss war zwischenzeitlich immer mal wieder die Rede.

Jetzt heißt das Aschenputtel "Markkleeberg Center", wie auf einem Schild oben auf dem Dach zu lesen ist und soll in den nächsten fünf Jahren ein moderner Bürokomplex werden, der einem Neubau in nichts nachsteht. Die Leipziger Immobilien GmbH, der unter anderem die Leipziger Wollkämmerei gehört, hat das Objekt vor einem Jahr erworben und investiert seither fleißig. So wird jedes leere Büro saniert und auf die Wünsche des neuen Mieters zugeschnitten. Dank Stahlskelettbauweise können die Innenwände versetzt, aber auch ganz entfernt werden. Die Fenster sind mittlerweile fast komplett dreifach verglast, die Heizung und der erste von zwei Aufzügen erneuert.

"Wir haben jetzt 60 Mieter, davon sind 20 im vergangenen Jahr hinzugekommen", erklärt Centermanagerin Sindy Schatte, die im Auftrag der beiden Gesellschafter - ein Markkleeberger und ein Hallenser, die namentlich nicht genannt werden wollen - die 4000 Quadratmeter verwaltet. Die 28-Jährige hat ihre "Schaltzentrale", wie sie schmunzelnd sagt, in der vierten Etage, ist Ansprechpartnerin für aktuelle und potenzielle Mieter. Und das Telefon steht nicht still.

"Für das Erdgeschoss haben wir mit der Physiotherapie Rieger schon einen Mieter gefunden. Für den anderen Teil stehen wir in Verhandlungen", erklärt Schatte. Drei Ärzte sowie ein medizinisches Diagnoseunternehmen hätten Interesse an der bereits entkernten Fläche bekundet. "Damit Patienten problemlos ins Haus können, schaffen wir einen barrierefreien Zugang gleich neben der Bushaltestelle", erzählt Schatte. Die vorbereitenden Arbeiten haben begonnen, Bäume und Sträucher wurden schon beseitigt.

Auch für die bei Bedarf möblierten Büros ab 14 Quadratmeter mit Sekretariatsservice gebe es Interessenten, auch aus Leipzig. "In Markkleeberg zahlen Firmen zehn Prozent weniger Gewerbesteuer, die Mieten sind mit 4,50 bis fünf Euro nur halb so hoch und das bei unserer verkehrsgünstigen Lage mit S-Bahnanschluss, Straßenbahn und Bus", betont Schatte die Vorzüge zu denen auch schnelles Internet, der "Cossi" um die Ecke und ein unvergleichlicher Blick ins Grüne gehöre.

Punkten wollen die Eigentümer, die schon nach weiteren Bürogebäuden in der Umgebung Ausschau halten, auch mit Parkplätzen. 50 gibt es aktuell, um Platz für weitere zu schaffen, werden an der Kirschallee demnächst alte Baracken abgerissen. Geplant ist unterm Dach noch ein Businesscenter mit Besprechungsraum für bis zu 80 Leute, das von Mietern, aber auch anderen Interessenten stunden- und tageweise gebucht werden kann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.01.2014
Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Labor4plus hat den Ideenwettbewerb für das Nordufer des Zwenkauer Sees gewonnen. Die Berliner, die über ein Losverfahren in den Wettbewerb gekommen waren, haben sich gegen 13 Architekturbüros durchgesetzt.

19.05.2015

Der Sommer ist noch fern. Indes die Wassersportzentren im Leipziger Neuseenland bereiten schon jetzt die Saison 2014 vor. Auch All-on-Sea, das seit 2010 am Markkleeberger See eine Station betreibt.

18.10.2016

Catherine Scholz´ Befürchtung, die Vernissage am Samstagabend in der Lehmhaus Galerie könnte wegen des Spinnereirundgangs in Leipzig ohne Besucher stattfinden, erwies sich als unbegründet.

19.05.2015
Anzeige