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Markkleeberg Blockheizkraftwerk geht ans Netz
Region Markkleeberg Blockheizkraftwerk geht ans Netz
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07:00 22.02.2017
Hausmeister Jürgen Kalbitz und Ines Engert schauen sich das neue Blockheizkraftwerk im Schulzentrum an. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Wo kann in Zwenkau Energie gespart, wo etwas für den Klimaschutz getan werden? Aufschluss gibt das energiepolitische Arbeitsprogramm, das zwei Jahre nach der Entscheidung des Stadtrates, sich am European Energy Award (EEA) zu beteiligen, im Rathaus vorliegt.

„Der erste Schritt war eine Bestandsaufnahme“, erklärt Ines Engert vom Bauamt. Anhand eines Maßnahmenkataloges seien mit dem Energieteam – bestehend aus Mitarbeitern der Stadt, Stadträten und Gewerbetreibenden – und den EEA-Beratern vom Ingenieurbüro Seecon alle kommunalen Gebäude, aber auch die Bauleitplanung, die Mobilität sowie die Ver- und Entsorgung unter die Lupe genommen worden. Das Ergebnis war ein Stärken-Schwächen-Profil, das einige Einsparmöglichkeiten offengelegt hat.

Bereits umgesetzt ist das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) im Schulzentrum. Bis zu 7000 Euro weniger Strom- und Heizkosten soll das der Stadt jährlich bringen. „Das BHKW versorgt am Tag die Grundschule, die Turn- und Speisehalle und unterstützt die Heizung im Freien Gymnasium. Nachts fließt der Strom in die Straßenbeleuchtung der östlichen Innenstadt“, erläutert Engert. Von den rund 75 000 Euro Anschaffungskosten wurden 75 Prozent gefördert. In Betrieb gehen soll das BHKW, das im Keller der Grundschule steht, im März. Bei städtischen Bauprojekten will Zwenkau künftig verstärkt auf Wärmepumpen-Technik und Photovoltaikanlagen setzen, auch private Bauherren dazu anregen.

Langfristig sparen will die Stadt auch mit dem Umstieg auf LED-Straßenbeleuchtung. Vorreiter ist auch hier die östliche Innenstadt. Mit Hilfe der EnviaM hätten schon die ersten Leuchtpunkte ausgetauscht werden können. Nun sollen Straßenzug für Straßenzug das gesamte Stadtgebiet und die Ortsteile folgen.

Damit die Zwenkauer öfter ihr Auto stehen lassen, soll das Radwegenetz ausgebaut werden. „Das ist Teil des in Erarbeitung befindlichen Verkehrskonzeptes“, so Engert. Zudem sollen Mitarbeiter der Stadt, insbesondere Hausmeister, geschult, Kinder in Kitas und Schulen in der „Woche der Sonne“ an das Thema herangeführt werden. Mit der Zertifizierung als EEA-Kommune rechnet Engert noch dieses Jahr.

Von Ulrike Witt

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