Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Böllerschüsse und Salut in Zwenkau
Region Markkleeberg Böllerschüsse und Salut in Zwenkau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:20 19.05.2015
Die Zwenkauer Schützenkönige Gerhard Behnisch und Eric Agunte (von links). Quelle: André Kempner

Und das stand unter einem guten Stern: Petrus schickte Sonne und Wärme - und erstmals seit mehr als 80 Jahren feierten die Schützen wieder in ihrem "Schützenhaus".

"Anfang der Dreißigerjahre dürfte das letzte Schützenfest dort gefeiert worden sein. Das ist für uns schon etwas Besonderes heute", gestand Oehlert. Zu verdanken haben sie das "Schützenhaus"-Wirt Kay Valtin. Er hatte den Verein noch als Chef des "Waldesgrün" aufgenommen. "Viele unsere Mitglieder sind schon älter, der Aufwand für das Straßenfest vor unserem Schützenkeller in der Lindnerstraße war ihnen irgendwann zu viel. Also haben wir uns im ´Waldesgrün´ verwöhnen lassen", erzählte Oehlert. Als Valtin vergangenes Jahr die Gartenkneipe aufgab und ins "Schützenhaus" zog, war das die Gelegenheit, ins einstige Domizil zurückzukehren.

Wie aus historischen Dokumenten hervorgeht, hatten die Schützen das Haus mit dem markanten Rothenburger Erker, das 1897 auf der sächsisch-thüringischen Industrie- und Gewerbeschau in Leipzig stand, ein Jahr später gekauft und nach Zwenkau umsetzen lassen. Früher habe daneben auch eine Schützenhalle gestanden, verriet Oehlert. Indes die Zeiten sind vorbei. Seit ihrer Neugründung nach der Wende fühlen sich die Schützen, darunter viele Frauen, auch in ihrem Keller in der Sporthalle Lindnerstraße wohl.

In den letzten Wochen wurde auf der Anlage der Schützenkönig ausgeschossen. Der heißt dieses Jahr mit 93 Ringen Gerhard Behnisch. Dem 61-Jährigen, der seit 1993 Vereinsmitglied ist, wurde erstmals die Ehre zuteil und er strahlte entsprechend mit dicker Schützenkette und Borstenhut. Blumen gab es auch für den Jugendschützenkönig Eric Agunde. Der 19-jährige Industriemechaniker-Azubi ist seit neun Jahren im Verein, "weil es einfach Spaß macht". Bürgermeister Holger Schulz (CDU) lobte die Freihandschützengesellschaft - einer von 62 Vereinen in Zwenkau - für ihre überaus "aktive Jugendarbeit".

Nach der Auszeichnung vorm Rathaus formierten sich die Zwenkauer Schützen, begleitet von ihren Kollegen aus Groitzsch, Pegau, Frohburg und Wyhratal sowie den Gardetänzerinnen des Carneval-Clubs Zwenkau und der Freiwilligen Feuerwehr und bestaunt von etlichen Schaulustigen, zum traditionellen Festumzug. "Auch das ist eigentlich etwas Besonderes", betonte Vereinschef Oehlert, "wir sind die einzigen in der Region, die, dank des guten Kontaktes zur Stadtverwaltung, überhaupt noch einen Umzug veranstalten können." Für zünftige Musik auf dem Weg durch die Mühlgasse zum "Schützenhaus" sorgte wie jedes Jahr die Spielleute-Union "Frisch Voran" aus Schmölln.

Übrigens: Wer die Freihandschützengesellschaft kennen lernen möchte, kann montags und donnerstags ab 18 Uhr im Schützenkeller in der Lindnerstraße reinschauen. "Wir würden uns über Neuzugänge freuen", meinte Oehlert noch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.04.2014
Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_32330]Zwenkau. Knapp zwei Dutzend Gäste durften im Tagebau Peres etwas südlich von Zwenkau jetzt einen Blick ins dortige Naturschaufenster werfen.

19.05.2015

„Radfahren verboten Samstag und Sonntag", heißt es neuerdings auf dem Rundweg am Cospudener See. „Da muss sich jemand einen Scherz erlaubt haben, von uns ist das nicht", so Markkleebergs Stadtsprecher Daniel Kreusch.

25.04.2014

Freude in der Kirchgemeinde Großstädteln: Nach vier Monaten steht jetzt der dritte Abschnitt der Kirchsanierung kurz vor dem Abschluss. Nachdem bereits vor über 20 Jahren der Turm des 1880 nach Plänen von Hugo Altendorf im neugotischen Stil errichteten evangelischen Gotteshauses überholt worden war, vor zwei Jahren dann die Trockenlegung folgte, wurde nun die Fassade gestrichen und die einstige Patronatsloge zur Teestube umgebaut.

19.05.2015
Anzeige