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Markkleeberg Bombenkerle und Schweinereien
Region Markkleeberg Bombenkerle und Schweinereien
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06:01 14.01.2019
Ralf Sultzer, Chefarzt des Sana-Geriatriezentrums, Feuerwehrchef Thomas Kröter, GZZ-Projektleiter Frank Schmidt, DRK-Geschäftsführer Jens Bruske und die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (von links) im Gespräch.
Zwenkau

Zwenkau erlebte im vergangenen Jahr mehr Aufregung, als der Mensch gebrauchen kann. An so manches dramatische Ereignis erinnerte Bürgermeister Holger Schulz (CDU) beim traditionellen Neujahrsempfang am vergangenen Freitag dann doch mit einem Augenzwinkern. Schließlich ist unterdessen einige Zeit ins Land gegangen.

„Ihr seid Bombenkerle“, lobte er die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zwenkau sowie alle Beteiligten, die nach dem Fund einer Fliegerbombe im November bei der Evakuierung der Kernstadt und der kontrollierten Sprengung auf einem Feld außerhalb des Zentrums besonnen mitgeholfen hatten.

Zu den angenehmeren Aufgaben gehörten die Jungfernfahrt mit dem neuen Feuerwehrboot und die Einweihung des Gesundheitszentrums (GZZ). Jubiläen wie die zehn Jahre des Fahrgastschiffes „Santa Barbara“ auf dem Zwenkauer See und 100 Jahre Eintracht Großdalzig sorgten 2018 für Trubel. In diesem Jahr geht das Feiern weiter: 1045 Jahre Ersterwähnung Zwenkaus und das 10. Hafenfest wollen ordentlich begangen werden. Der erste Spatenstich im Waldbad liegt runde 60 Jahre zurück, ebenso lange gibt es die Jugendfeuerwehr.

Prekär bleibt die Situation im Bereich der Kinderbetreuung. „Der Erweiterungsbau der Kita ,Pirateninsel‘ soll bald abgeschlossen sein“, sagte Schulz. Die Fertigstellung war ursprünglich für 2018 vorgesehen. „Leider hat auch der Neubau der Kita ,Wiesengrund‘ bislang nicht den Status erreicht, den wir gern hätten.“ Der geplante Einzug liegt in weiter Ferne, der erste Spatenstich steht noch aus. Schulzes Dank ging in diesem Zusammenhang an den Träger Volkssolidarität und an die Stadt Markkleeberg, die übergangsweise die Räumlichkeiten der alten Kita „Purzelbaum“ zur Verfügung gestellt hatte. Die örtliche Lebenswelt-Grundschule und das Regenbogen-Gymnasium Zwenkau können nicht mehr alle Aufnahmeanträge berücksichtigen. Grundsatzentscheidungen zum Thema Kita-, Schul- und Schulhortbau würden deshalb 2019 zu den Herausforderungen zählen, so Schulz.

Die Einwohnerzahl wächst stetig weiter: Zum 1. Januar 2019 waren 9291 Zwenkauer registriert. 515 Zuzügen standen 390 Abgängen gegenüber.

Auch die „riesengroße Schweinerei“, die Wildschweine derzeit im Stadtgebiet anrichten, blieb nicht unerwähnt. Nach dem Bau eines Zaunes war das Problem auf dem Sportplatz im Eichholz ausgestanden. Derzeit pflügen die Tiere auf Nahrungssuche in der Westsiedlung Wiesen und Gärten um. „Ich hoffe sehr, dass alle drei Rotten nach der Drückjagd Ende Januar zur Freude der Nicht-Vegetarier in Kühlschränke wandern“, flachste der Bürgermeister über ein Thema, das ihn im Arbeitsalltag massiv und ernsthaft umtreibt.

Von Gislinde Redepenning

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