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Markkleeberg Bootsvermieter Günter Bauer: „An schönen Wochenenden haben die Leute hier Schlange gestanden“
Region Markkleeberg Bootsvermieter Günter Bauer: „An schönen Wochenenden haben die Leute hier Schlange gestanden“
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00:38 19.10.2015
Erfolgreich auf dem Wasser unterwegs: Bootsvermieter Günter Bauer ist zufrieden mit der ersten Saison auf dem Zwenkauer See. Quelle: Foto: Ulrike Witt
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Zwenkau

Trotz Widerspruchs des Ökolöwen, einmonatiger Sperrung und hitziger Diskussionen um die Mastergenehmigung, „die erste Saison auf dem Zwenkauer See ist erfolgreich gewesen“, zieht Günter Bauer Bilanz. Der Chef der Leipziger Logistik und Lagerhaus GmbH und ihrer Tochter Leipziger Werft, vermietet seit der Eröffnung des Zwenkauer Sees am 10. Mai Motorboote im Yachthafen.

„Montag bis Freitag war das Interesse verhalten, an schönen Wochenenden haben die Leute aber bei uns Schlange gestanden“, erzählt der Unternehmer. Sechs Motorboote mit maximal 15 PS hatte Bauer bis Ende September im Yachthafen liegen, damit rund 30 000 Euro Umsatz gemacht, aber „noch nichts verdient“, wie er betont. „Angefangen haben wir mit drei Booten, vier waren ursprünglich insgesamt geplant. Das letzte habe ich Ende August sozusagen im Sommerschlussverkauf erworben. Dabei belass ich es jetzt aber auch“, sagt er schmunzelnd. 600 Stunden seien die Boote auf dem Wasser gewesen, von Familien mit Kindern und Firmen genutzt worden.

„Durch den Einspruch des Ökolöwen haben wir, damit meine ich auch den zweiten Vermieter im Hafen Groh, im Juni/Juli locker 100 bis 150 Stunden verloren“, ist Bauer überzeugt. Selbst als der See wieder frei gegeben war, habe es gedauert, bis sich das herumgesprochen hat. Wobei Bauer gesteht, dass er frei nach Heinrich Böll Widerstand als Bürgerrecht sieht und seine Motorboote auch während der Sperrung verliehen hat.

„Vermieter fallen als Gewerbliche nicht unter die Mastergenehmigung, sondern brauchen eine Einzelgenehmigung und das habe ich dem Kreis auch angezeigt“, sagt er und erinnert an die „leidenschaftliche“ Diskussion mit Ex-Landrat Gerhard Gey im Kap (die LVZ berichtete). Allerdings räumt er ein, dass ihm die Situation nicht einerlei gewesen sei. „Ich habe keine Anzeige bekommen, aber die Polizei war Dauergast.“

Aufstocken will Bauer seine Flotte in der nächsten Saison, die wieder mit dem Hafenfest im Mai beginnen wird, nicht. Dafür setzt er auf „Paketangebote für Genießer“. Am Yachthafen will er im von der Sächsischen Seebad Zwenkau (SSZ) geplanten Gebäude als Reminiszenz an seine Heimat eine badische Weinstube eröffnen. Außerdem plant der Kunstliebhaber und Betreiber der Leipziger Galerie zusammen mit der ebenfalls am Kap ansässigen Galerie am See eine Kunstmesse. Vorstellen will er diese Pläne mit der SSZ auf der Wassersportmesse „Beach & Boat“ im Februar in Leipzig.

Auch wenn die Saison wegen des Wetters eine Woche eher als geplant zu Ende gegangen ist und die meisten Boote schon an Land sind, gibt es weiter Arbeit. „Als Unternehmer setze ich auf Synergien. Die Werft hat 40 Verträge für Bootslagerung und -service. Damit kann ich die Lagerkapazitäten der Logistik und Lagerhaus auslasten und die Boote sind für mich nicht nur ein Saisongeschäft“, erklärt er.

Von Ulrike Witt

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